Achtung: In diesem Text werden Redeabschnitte von Faschisten reproduziert, von Höcke, aber auch Hitler und Goebbels
Der vielleicht gefährlichste Faschist des Landes, Björn Höcke, wurde wegen Volksverhetzung angeklagt. Der AfD-Politiker sei im Ergebnis der Ermittlungen hinreichend verdächtig, in einer öffentlichen Rede den verbotenen Wahlspruch der SA (Sturmabteilung) der NSDAP „Alles für Deutschland!“ verwendet zu haben. Die Rede hielt Höcke demnach auf einer Wahlkampfveranstaltung der Rechtsextremen 2021. Wir analysieren seit einigen Jahren Reden von Höcke und haben viele Belege für die NS-Bezüge des ehemaligen Geschichtslehrers, der offenbar ganz bewusst auf Reden von Adolf Hitler und Joseph Goebbels zurückgreift. In diesem Artikel weisen wir Parallelen von Höcke-Reden zu Hitler-Reden aus 1920, 1926 oder 1927 nach und noch mehr.
2010 hat der Chef des Thüringer Landesverbands der AfD, Björn Höcke, an einem Neonazi-Aufmarsch der NPD in Dresden teilgenommen. Dass er zusammen mit 5000 Rechtsextremisten 2010 demonstrierte, wurde 2017 bekannt – und sorgte seinerzeit für viel Kritik – Der Zentralrat der Juden bezeichnete ihn damals als „Rechtsextremisten“, der aus der AfD ausgeschlossen werden sollte.
Man sieht ja, dass Höcke eben nicht aus der Partei geworfen wurde. Im Gegenteil, Gauland bezeichnete Höcke 2019 als „Mitte der Partei“ und erklärte über seinen faschistischen „Flügel“ in der AfD, dieser werde auf Parteitagen von „40 Prozent der Delegierten“ gewählt – was ihn zum stärksten und größten Teil der AfD macht. Wegen dieses Flügels sind schon viele aus der AfD ausgetreten, weil sie ihnen zu rechtsextrem seien.
Höcke darf laut einem Gerichtsurteil des Verwaltungsgericht Meiningen als „Faschist“ bezeichnet werden, denn die Aussage, dass Höcke ein Faschist ist, sei keine Beleidigung, da sie „auf einer überprüfbaren Tatsachengrundlage beruht.“ Höcke veröffentlichte laut Verfassungsschutz vor seiner Zeit in der AfD unter dem Pseudonym „Landolf Ladig“ rechtsextreme Texte unter anderem in NPD-Zeitungen (Hintergrund dazu). Er verfasste auch das Buch „Nie zweimal in denselben Fluss“. Eine Liste von 25-Nazi-Zitaten haben wir hier gesammelt:
Doch die Parallelen zu Hitler-Reden in Höckes Texten gehen noch tiefer. Hier habt ihr tiefe Analysen mehrerer seiner Reden und wo er sich offensichtlich an Hitler persönlich orientiert hat, die auch die Staatsanwaltschaft Halle möglicherweise noch nicht kennt und vielleicht lesen sollte.
INHALT
- Vorwort
- Radikalisierung des Denkens und der Sprache
- Höcke und der NS-Gauleiter Propaganda Kalender
- Höcke und die SA-Parole
- "K-Strategie" - Gegen "Platzhaltertyp"
- Die "AUSgeSCHWITZt" Rede
- Die Hammer-und-Amboss-Rede des Björn Höcke auf dem Kyffhäusertreffen am 23. Juni 2018 in Burgscheidungen
- Joseph Paul Goebbels über die Demokratie (Waffenarsenal, Schaf-Wolf-Vergleich)
- Hammer-und-Amboss-Reden des Adolf Hitler ab 1920
- Die Hammer-und-Amboss-Rede des Adolf Hitler 1926 in Berchtesgaden
- Die Hammer-und-Amboss-Rede des Adolf Hitler 1927 in Freilassing
- Die Hammer-und-Amboss-Rede des Bernhard von Bülow 1899
- Johann Wolfgang von Goethes Gedicht “Ein anderes” von 1792
- Rede des David Köckert am 9. September 2018 in Köthen
- "Neu"rechtes Wörterbuch
- Fazit
Björn Höcke versucht seit Wochen, seine ihm durchaus bekannten und gesagten Worte zu relativieren, insbesondere die SA-Parole "Alles für Deutschland", die er sogar mehrfach wiederholte.
Björn Höcke spricht von "Fauxpas"
"Höcke sprach nach Bekanntwerden der Entscheidung davon, ihm sei ein "Fauxpas" unterlaufen. Er habe "spontan" seine Rede mit den Worten: "Alles für unsere Heimat, alles für Sachsen-Anhalt, alles für Deutschland!" beendet. Dabei habe er sich auf den Slogan der örtlichen AfD "Alles für unsere Heimat!" bezogen. Es habe sich um eine "bloße rhetorische Figur" gehandelt, die er "ohne jeden Vorsatz der 'Verhetzung' ausgesprochen habe. Die Stellungnahme veröffentlichen neurechten Magazine in voller Länge."
t-online.de/

Warum Höcke als Geschichtslehrer durchaus weiß, welche Parolen und Zitate er nutzt, sollte auch dem letzten hier klar sein. Man kann nicht von einem Fauxpas reden, wenn man als Geschichtslehrer die gesagten Worte eines Goebbels und Hitler kennt. Wir werden diesen Punkt zum Thema der SA-Parole in dieser Analyse mitaufnehmen.
Im Jahr 2006 verurteilte das Oberlandesgericht Hamm eine Person, die die Losung "Alles für Deutschland" verwendet hatte. Der wissenschaftliche Dienst des Bundestags betrachtet das Verwenden dieser Sentenz in einer Rede auf einer Versammlung als einen strafbaren Ausspruch, da es sich um die Losung der SA handelte.
(1) Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer1.
im Inland Kennzeichen einer der in § 86 Abs. 1 Nr. 1, 2 und 4 oder Absatz 2 bezeichneten Parteien oder Vereinigungen verbreitet oder öffentlich, in einer Versammlung oder in einem von ihm verbreiteten Inhalt (§ 11 Absatz 3) verwendet oder2.
einen Inhalt (§ 11 Absatz 3), der ein derartiges Kennzeichen darstellt oder enthält, zur Verbreitung oder Verwendung im Inland oder Ausland in der in Nummer 1 bezeichneten Art und Weise herstellt, vorrätig hält, einführt oder ausführt.
(2) Kennzeichen im Sinne des Absatzes 1 sind namentlich Fahnen, Abzeichen, Uniformstücke, Parolen und Grußformen. Den in Satz 1 genannten Kennzeichen stehen solche gleich, die ihnen zum Verwechseln ähnlich sind.
(3) § 86 Abs. 4 und 5 gilt entsprechend.
openjur.de/
Der ehemalige BGH-Richter Fischer sagt, dass Höcke sich selbst für eine "historisch gebildete Person" hält, und es liegt nahe, dass er die Kennzeichen bewusst verwendet hat, was den Vorgang strafbar macht. Es muss ihm jedoch nachgewiesen werden, dass er dies absichtlich getan hat und er kann sich nicht einfach damit herausreden, dass er die Parole nicht kannte.
Es gibt jedoch weitere Hinweise darauf, dass Höcke die SA-Losung kennen müsste. Im Bundeswahlkampf 2017 druckte der sächsische AfD-Politiker Ulrich Oehme die SA-Losung "Alles für Deutschland" auf Plakate. Nach einer Strafanzeige und medialer Berichterstattung überklebte er die Plakate.

Das Strafverfahren gegen Oehme wurde im April 2018 eingestellt, nachdem er bestritten hatte, gewusst zu haben, dass der Spruch eine SA-Losung sei. Oehme konnte nicht nachgewiesen werden, dass er wusste, dass es sich bei der Losung "Alles für Deutschland" um die einer verbotenen NS-Organisation handelte, da es sich um keine allgemein bekannte Parole nationalsozialistischer Organisationen handelt und sich auch aus dem Wortlaut kein Bezug zum NS-Regime ergibt.
So Nazi ist Höckes Rede
In seinen Reden hat Höcke immer wieder Begriffe und Konzepte verwendet, die auch von der nationalsozialistischen Ideologie benutzt wurden. Ein Beispiel hierfür ist Höckes "Lehre von Menschentypen", die eine Hierarchie zwischen verschiedenen Menschengruppen etabliert und auf biologistischen Annahmen beruht. In dieser Analyse soll genauer betrachtet werden, welche Äußerungen Björn Höcke in seinen Reden getätigt hat, die eine Nähe zum Nationalsozialismus aufweisen, und wie diese Äußerungen von Kritikern bewertet werden.
Im politischen und gesellschaftlichen Kontext ist die Provokation ein allgemeines Mittel, das verwendet werden kann, um Aufmerksamkeit zu erregen, Meinungen zu beeinflussen oder Diskussionen anzustoßen. Obwohl die Provokation an sich keine spezifische Theorie des Faschismus darstellt, nutzen bestimmte politische Bewegungen und Ideologien, einschließlich des Faschismus, gezielt provokative Taktiken, um ihre Agenda zu fördern.
Innerhalb des Faschismus kann die Provokation Teil einer„Salami-Taktik“ sein, bei der eine Ideologie oder politische Bewegung schrittweise ihre Ziele durchsetzt, indem sie provokative Aktionen nutzt, um die öffentliche Meinung zu beeinflussen und den Diskurs zu verschieben. Autoritäre Regime wie der Faschismus nutzen bewusst polarisierende Sprache und Symbole, um Gruppen in der Gesellschaft zu spalten und ihre Macht zu konsolidieren.

Und genau deshalb muss man das gesagte Wort eines Geschichtslehrers Höcke in Bezug auf den NS-Inhalt in seinen Reden immer prüfen.
[nextpage title="Radikalisierung des Denkens und der Sprache"]„Dieser Weg wird kein leichter sein“ – Der ‚Erfurter Weg‘ des Björn Höcke (Recherche 2016 zu Höcke und Lucke).
Schon 2016 hatten wir den weiteren Weg von Höcke analysiert. Nach der Sommerpause 2016 meldete sich Björn Höcke mit einem Zitat von Xavier Naidoo zurück. Björn Höcke wäre nicht Björn Höcke, wenn er nicht bedeutungsschwangere Sätze fallen ließe, die immer einen Bezug zur Geschichte haben. So bezeichnet er auch seine „Erfurter Resolution“ als „Erfurter Weg“, die eine „Rückversicherung für die AfD“ bedeute, und durch Wolfgang Gedeon einen ‚wichtigen Beitrag zur Klärung des Selbstverständnisses‘ der AfD liefert.
WIE KAM ES ZUR ERFURTER RESOLUTION?
Anfang 2015 wollten das Ehepaar Kubitschek/Kositza in die AfD eintreten. Bernd Lucke verhinderte dies. Ellen Kositza reagierte am 15. März 2015 in ihrem Blog beleidigt: „Bei der AfD bin ich strategisch unerwünscht – oder nicht ich. Sondern überhaupt.“
Und für Kubitschek sprang Björn Höcke wohl in die Bresche: „Die Partei habe Mitglieder verprellt und verstoßen, deren Profil unverzichtbar ist.“ Dieser Satz findet sich dann in der „Erfurter Resolution“ wieder, die Björn Höcke am 13. März 2015 veröffentlichte. Und im ersten Satz spricht Höcke von dem „Projekt Alternative für Deutschland“, das in Gefahr sei – vom Projekt AfD spricht auch Kubitschek, der neben dem Projekt AfD auch die „Projekte“ wie Pegida, Identitäre Bewegung oder Einprozent als Vordenker, Wegbereiter und Betreuer begleitet.
Unternehmensberatungen sind irgendwann mal dazu übergegangen, strategische Firmenzusammenschlüsse mit fiktiven Projektnamen zu versehen, denn es sollte nicht gleich aus dem Projektnamen ersichtlich sein, worum es geht. Wenn aber nun die neue Partei auch nichts anderes als ein Projekt ist, dessen Arbeitstitel „Alternative für Deutschland“ lautet, dann fragt man sich, was denn am Ende des Projektes herauskommen soll, wenn immer wieder anklingt, die Verfassung müsse neu geschrieben werden. Es hat sich mittlerweile herausgeschält, dass die AfD völkisch-nationalistisch ist und neoliberale mit konservativen Elementen verbinden will, um gegen einen „links-rot-grün versifften“ Sozialismus zu kämpfen.
Nun ist die Sozialdemokratie in Deutschland kein Sozialismus; offenbar nur für die ewig Gestrigen. Und für sie hat der Konservatismus seine Wurzeln weit vor dem Nationalsozialismus und der Konservativen Revolution, sei aber schon vor dem Nationalsozialismus „falsch abgebogen“.
BERND LUCKE WURDE AUSMANÖVRIERT
Falsch abgebogen dürfte für Höcke auch Bernd Lucke sein, als er der Parteiaufnahme von Kubitschek und Kositza widersprach, mit der Begründung, dass beide rechtsextreme Positionen vertreten würden. Konfrontiert mit den Vorwürfen einer rechtsextremen Vergangenheit eines Björn Höcke forderte Bernd Lucke Höcke zur Abgabe einer eidesstattlichen Erklärung auf, aus der hervorgehen soll, dass Björn Höcke nicht unter dem Pseudonym „Landolf Ladig“ Texte für die Eichsfelder NPD von Thorsten Heise (in deren Gebiet Höcke ein altes Pfarrhaus im Eichsfelder Bornhagen gekauft hatte) geschrieben habe. Und dann forderte Lucke Höcke auf, aus der Partei AfD auszutreten.
Es endete damit, dass Höcke weder diese eidesstattliche Erklärung abgab noch aus der Partei austrat, dafür aber wurde Lucke als Parteivorsitzender abgewählt und verließ mit weiteren Mitgliedern die AfD, die nun mehr und mehr nach rechts abdriftete. Und noch eines lässt aufhorchen: Für den 18.03.2015 wurde die Veröffentlichung der Liste der 1.000 Unterzeichner (die mittlerweile angewachsen sein dürften) der Erfurter Resolution angekündigt.
Aber mehr als die 20 Erstunterzeichner sowie die öffentliche Erwähnung, dass Gauland ebenfalls unterzeichnet hätte, ist nicht in Erfahrung zu bringen. Wer noch alles diesen „Faustischen Pakt“ eines rechtsextremen Weges unterzeichnet hat, bleibt nach wie vor im Dunkeln – würde doch offenbar werden, wer alles hinter Björn Höcke steht und an strategischen Positionen in Partei, Landesverbänden, Kreisverbänden, Schiedsgerichten usw. in Stellung gebracht wurde.
Erfurt und Thüringen als Ausgangs-, als Dreh- und Angelpunkt Deutschlands
Björn Höckes Hang zu codierter Sprache und Anspielungen auf historische Bezüge, die nur seine Anhänger verstehen, sowie die wenigen Passagen im Parteiprogramm der AfD und Äußerungen einzelner AfD-Politiker lassen aber den kundigen Historiker aufhorchen.
Die AfD sieht sich in der „Tradition der Revolution von 1848“. Ihr daraus resultierendes Demokratieverständnis sowie eine von Klassismus geprägtes Menschenbild und die Forderung einer „Direkten Demokratie nach Schweizer Vorbild“ erinnern aber sehr stark an die „Erfurter Union“.
Und dann wird auch deutlich, warum Björn Höcke von Thüringen aus agiert und nicht in Hessen, der geografischen Mitte der Bundesrepublik Deutschlands. Thüringen war damals die geografische Mitte des Deutschen Bundes oder in den Grenzen von 1939. Die Erfurter Union und ihre Verfassung weisen erstaunliche Parallelen zum Demokratieverständnis und zu den einzelnen Positionen und Forderungen der AfD auf.
Der „Erfurter Weg“ soll der Weg für ein neues Deutschland sein. Ein konservatives und völkisch-nationalistisches Deutschland, das jahrelang unter der "links-rot-grün versifften" Politik in Wohlstand und Freiheit "leiden" musste. Und so bezeichnet Björn Höcke auch das Projekt „Alternative für Deutschland“ als die letzte friedliche evolutionäre Chance für ein neues Deutschland.
Björn Höcke will von Erfurt aus mit seinen Großdemonstrationen „Geschichte schreiben“. Die Rückkehr zu einer völkisch-nationalistischen und konservativen Politik von Erfurt aus starten. Dabei bedient er sich einer nationalsozialistischen Rhetorik und spricht und zieht Rechtsextremisten an. Aber Konservatismus, Liberalismus und Sozialismus sind politische Strömungen vergangener Zeiten. Wir sind heute alle weiter. Es liegt also nun an den Menschen und Bürgern des 21. Jahrhunderts, den „Erfurter Weg“ als eine Sackgasse in die Vergangenheit zu begreifen und hinter sich zu lassen und stattdessen den Weg zu einer modernen und offenen Gesellschaft hin zu beschreiten.
[nextpage title="Höcke und der NS-Gauleiter Propaganda Kalender"]Als Faschist Höcke diesen Erguss auf seinem Facebook Account postete, ist es selbst uns zuerst nicht aufgefallen, aber da wir natürlich ein recht großes Netzwerk haben, melden sich einige ältere Antifaschisten bei uns. Dieser Satz von Clausewitz war Teil eines NS-Gauleiterkalenders. Natürlich kann der Geschichtslehrer Höcke dieses Zitat als „Fan“ von Clausewitz einordnen, sicher ist aber auch, dass dies im Umfeld der Bauernschaft und des Holocaustleugners Thies Christophersen mehrfach genauso genutzt wurde.

Es stellt sich also die Frage, woher kennt Höcke genau dieses Zitat?
Ein Zitat, welches nahezu nur von der NSDAP und im Nachgang von Revisionisten, Altnazis und Holocaustleugnern genutzt wurde und wird?
Welches auch Thema in der Holocaustleugner Zeitung „Die Bauernschaft“ war.


Falls sie die Bauernschaft nicht kennen sollten, empfehlen wir unseren Freund und Genossen Andreas Kemper, der hierzu viel tiefer recherchiert hat.
[nextpage title="Höcke und die SA-Parole"]Im Jahr 2021 stellte der grüne Landesvorsitzende von Sachsen-Anhalt, Sebastian Striegel, Strafanzeige gegen den Thüringer AfD-Landesvorsitzenden Björn Höcke. Der Anlass war Höckes Rede in Merseburg während des Landtagswahlkampfs, die er mit den Worten „Alles für Deutschland“ beendete.

Höcke könnte sich strafbar gemacht haben, indem er Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verwendet hat. Laut einem Dokument des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags wird das Verwenden der Sentenz "Alles für Deutschland" in einer Rede auf einer Versammlung als strafbar angesehen, da es sich um die Losung der SA handelte, der paramilitärischen Kampforganisation der NSDAP während der Weimarer Republik.
Der Justizausschuss im Thüringer Landtag hat erneut die Immunität des umstrittenen AfD-Fraktionschefs Björn Höcke aufgehoben. Das teilte der Landtag am Freitag mit. Demnach geht es um eine Wahlkampfrede Höckes 2021 in Merseburg (Sachsen-Anhalt), die er mit den Worten "Alles für Deutschland" beendet haben soll.
Dieser Satz war der Wahlspruch der SA in der Zeit des Nationalsozialismus. Der sachsen-anhaltische Grünen-Chef Sebastian Striegel hatte nach eigenen Angaben am 8. Juni 2021 Strafanzeige gegen Höcke erstattet - wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.
Staatsanwaltschaft Halle ermittelt gegen Höcke
Die Immunität Höckes, der auch Thüringer AfD-Landesparteichef ist, war wegen der Ermittlungen zu dem Fall bereits 2021 aufgehoben worden, um den Weg für Ermittlungen freizumachen. Jetzt beschloss der Justizausschuss eine erweiterte Immunitätsaufhebung, wonach Höcke angeklagt werden kann.
Die Staatsanwaltschaft Halle bestätigte, dass sie sich nun noch einmal an den Landtag gewandt hat. Ein Sprecher ließ allerdings offen, ob eine Anklage tatsächlich beabsichtigt ist. Aus Kreisen mehrerer Landtagsfraktionen hieß es dazu, dass die Staatsanwaltschaft Anklage erheben wolle.
mdr.de
In seinem Strafantrag schreibt Striegel, dass der Thüringer AfD-Vorsitzende den Spruch höchstwahrscheinlich nicht spontan gemacht hat. Striegel betont, dass die Äußerung am Ende einer sorgfältig geplanten Rede erfolgte, Striegel führt weiter aus, dass der angezeigte Redner aufgrund überprüfbarer Fakten als "Faschist" bezeichnet werden darf, da dieses Werturteil auf einer soliden Grundlage beruht.
Der SA-Wahlspruch wurde bereits früher von AfD-Politikern genutzt. So wurde auch der sachsen-anhaltischen AfD-Landesvize Kay-Uwe Ziegler deswegen angezeigt.
Warum Höcke lügt
Natürlich wusste Herr Höcke, was er in der Abschlussformulierung sagte. Es ist keine Provokation, sondern es ist eine gezielte Strategie, die hier eingebracht wurde. Aber diese Strategie hat Höcke schon 2018 in seiner Kyffhäuserrede angewandt. Indem er erklärte, dass Teile seiner Rede aus Zitaten von Bülow herstammen würden. Dass dies damals wie heute gelogen ist, können wir nachhaltig belegen (weiter unterhalb).
Hammer und Amboss, Rede des Björn Höcke:
„Heute, liebe Freunde, lautet die Frage nicht mehr
Hammer oder Amboss,
heute lautet die Frage
Schaf oder Wolf.
Und ich, nein wir entscheiden in dieser Lage: Wolf zu sein.“(Björn Höcke / Kyffhäuserrede)
Eine Analyse zur Höcke, Hitler, Goebbels Reden weiter unterhalb in der Analyse
Ein Geschichtslehrer, wie es nun mal Höcke ist, kennt die Parole der SA, kennt die Begrifflichkeit dahinter und weis, dass er diese Parole einzig aus Strategie nutzt. Dass er meint, es wäre ein Fauxpas, ist einem Geschichtslehrer nicht würdig. Er wusste also, was er tat, seine Rede war durchgeplant, und es macht es nicht besser, wenn man den Heimatbegriff, davorsetzt.

Nein, wie in allen Reden der letzten Jahre greift Höcke auf diese Strategie zurück, jede Rede soll bewusst aus dieser Strategie heraus, die Grenze des Sagbaren immer wieder verschieben. Bis es niemand mehr stört, dass Höcke seine faschistische Ideologie offen äußern kann. Höcke provoziert nicht, denn das würde auch bedeuten, dass er eventuell nur Streit und Aufmerksamkeit suchen will, in dem er bewusst hier diese Parole in seine Rede einbindet. Nein, diese Rede war klar im Vorfeld durchsortiert, geplant und Höcke hat hier nicht spontan gehandelt, wie er großspurig im "Freilich Magazin" zum "Besten" gab.

Björn Höcke war vor seinem politischen Engagement als Geschichtslehrer tätig. Als solcher ist es Teil seiner beruflichen Verantwortung, ein umfassendes Wissen über die Geschichte zu haben, einschließlich der nationalsozialistischen Ära und ihrer Ideologie. Die Parole "Alles für Deutschland" war eng mit der SA (Sturmabteilung), einer paramilitärischen Organisation der Nationalsozialisten, verbunden. Und das ist GRUNDWISSEN eines etablierten und erfahrenen Geschichtslehrers, der nun mal Höcke ist.
Björn Höcke spricht von "Fauxpas"
Höcke sprach nach Bekanntwerden der Entscheidung davon, ihm sei ein "Fauxpas" unterlaufen. Er habe "spontan" seine Rede mit den Worten: "Alles für unsere Heimat, alles für Sachsen-Anhalt, alles für Deutschland!" beendet. Dabei habe er sich auf den Slogan der örtlichen AfD "Alles für unsere Heimat!" bezogen. Es habe sich um eine "bloße rhetorische Figur" gehandelt, die er "ohne jeden Vorsatz der 'Verhetzung' ausgesprochen habe. Die Stellungnahme veröffentlichen neurechten Magazine in voller Länge.
mdr.de
Daher kann argumentiert werden, dass Björn Höcke aufgrund seiner beruflichen Erfahrung und seines Hintergrunds als Geschichtslehrer mit der verbotenen SA Parole "Alles für Deutschland" vertraut sein sollte.
Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund, dass Höcke als politischer Akteur eine Verantwortung dafür trägt, keine Äußerungen zu tätigen, die mit rechtsextremen oder extremistischen Ideologien in Verbindung gebracht werden könnten.
Auch die Verteidigungsstrategie, dass er seit Jahren keine etablierten Medien mehr lesen würde, und somit den Fall von Oehme hätte ja gar nicht kennen können, ist schlichtweg gelogen. Dieser Fall wurde parteiintern beraten, und war somit Gegenstand von Diskussionen in der AfD.
Als prominentes Mitglied der AfD und langjähriger politischer Akteur innerhalb der Partei ist es plausibel anzunehmen, dass Björn Höcke über die innerparteilichen Vorgänge und Ermittlungen gegen seine Parteikollegen informiert sein sollte. Insbesondere wenn es um ähnliche Äußerungen oder Verstöße gegen gesetzliche Bestimmungen geht, ist es wichtig, dass Parteimitglieder und Führungspersonen über diese Angelegenheiten Bescheid wissen.
Als Geschichtslehrer und politischer Akteur sollte Höcke ein ausgeprägtes Verständnis für die politische und rechtliche Dimension solcher Äußerungen haben. Es wäre in seiner Verantwortung, aufmerksam zu sein und sich über potenzielle Verstöße gegen Gesetze und politische Grenzen innerhalb seiner Partei zu informieren. In diesem Kontext wäre es angemessen zu erwarten, dass er von den Ermittlungen gegen seine Parteifreunde Kenntnis hat oder zumindest darüber informiert wird.
[nextpage title="„K-Strategie“ gegen „Platzhaltertyp“ "]Ende November 2015 bei einem Kongress des Instituts für Staatspolitik auf dem Rittergut Schnellroda in Sachsen-Anhalt. Hier trifft sich die intellektuelle "Neue Rechte". Es geht um das Thema Flüchtlinge unter dem Titel "Ansturm auf Europa".
"Ausbreitungstyp" gegen "Platzhaltertyp"
Als Festredner ist der Thüringer AfD-Fraktionsvorsitzende Björn Höcke geladen. In seiner Rede, die am 10.12.2015 veröffentlicht wurde, propagiert er unter anderem eine Lehre von verschiedenen Menschentypen: "Die Evolution hat Afrika und Europa, vereinfacht gesagt, zwei unterschiedliche Reproduktionsstrategien beschert." In Afrika herrsche die "r-Strategie" vor. Anders in Europa: hier verfolge man überwiegend die "K-Strategie"- "Ausbreitungstyp" gegen "Platzhaltertyp".
Mit diesen Begriffen bezeichnen Biologen normalerweise Unterschiede bei der Fortpflanzungsstrategie von Lebewesen. Als "r-Strategen" gelten Arten, die möglichst viele Nachkommen zeugen, damit wenigsten einige überleben. Im Gegensatz dazu sprechen Biologen bei Säugetieren, insbesondere bei Menschen, von der "K-Strategie", bei der wenige Jungen zur Welt gebracht werden, um die sich die Eltern dann aber intensiv kümmern.
daserste.ndr.de
"Reproduktionsstrategien" - Reines NS-Denken
Höcke fabulierte in wissenschaftlichem Duktus über unterschiedliche Reproduktionsstrategien, die in Europa und Afrika ausgeprägt sind. Er führte an, dass dies für jeden Biologen sehr gut nachvollziehbar sei. Dabei behauptete er, dass in Afrika die sogenannte "klein-r-Strategie" vorherrsche, die auf ein möglichst hohes Wachstum abzielt, weshalb der "Ausbreitungstyp" auf dem Kontinent dominiere. In Europa hingegen werde überwiegend die "Groß-K-Strategie" verfolgt, die darauf abzielt, die Kapazität des Lebensraums optimal auszunutzen. Entsprechend lebe hier der "Platzhaltertyp".
"Im 21. Jahrhundert", doziert Höcke, "trifft der selbst verneinende europäische Platzhaltertyp auf den lebensbejahenden afrikanischen Ausbreitungstyp". Dies ist das, was Rechte am meisten fürchten: Vermischung.
Höcke glaubt, dass die Afrikaner aufgrund ihres fröhlichen Verhaltens einen "Reproduktionsüberschuss" von 30 Millionen Menschen pro Jahr haben und dass all diese Menschen nach Europa kommen werden. Für ihn stellt dies ein doppeltes Problem dar: Solange Europa bereit ist, diesen Bevölkerungsüberschuss aufzunehmen, wird sich das Reproduktionsverhalten der Afrikaner nicht ändern.
Daher bringt er ein unwahrscheinliches Argument für geschlossene Grenzen vor: Diese seien im Interesse der Afrikaner. Denn die Länder Afrikas bräuchten die europäischen Grenzen, um eine ökologisch nachhaltige Bevölkerungspolitik zu entwickeln.
Höcke teilt die Menschheit in drei Typen ein: Den Nordischen, den Orientalischen und den Maghrebinischen Typus. Diese Einteilung basiert auf rassistischen und biologistischen Annahmen, die Höcke damit zu legitimieren versucht.
Die "Lehre von Menschentypen" ist eine Ideologie, die die Menschheit in verschiedene Typen einteilt, die auf rassistischen und biologistischen Annahmen basieren.
Diese Einteilung basiert auf der Annahme, dass bestimmte körperliche Merkmale und Eigenschaften der Menschen auf biologische und genetische Unterschiede zurückzuführen sind. Höcke behauptet dabei, dass der nordische Typus der höchste und wertvollste sei und die anderen Typen diesem Ideal nicht entsprechen.
Diese Ideologie ist rassistisch und diskriminierend, da sie Menschen aufgrund ihrer Herkunft und ihrer körperlichen Merkmale in eine Hierarchie einordnet. Diese Strategie ist der Versuch, nationalistische und rechte Ansichten in der Gesellschaft zu legitimieren.
Unter "r-Strategen" versteht man Arten, die eine hohe Anzahl an Nachkommen haben, jedoch nur wenig Zeit und Energie in die Fürsorge und Aufzucht ihrer Nachkommen investieren. Diese Strategie ist typisch für Arten, die in unbeständigen und sich schnell verändernden Umgebungen leben. "K-Strategen" hingegen haben nur wenige Nachkommen, investieren jedoch viel Zeit und Energie in deren Aufzucht und Versorgung. Diese Strategie ist typisch für Arten, die in stabilen und vorhersehbaren Umgebungen leben.
Höcke verwendet diese Begriffe, um Menschen verschiedenen Typen zuzuordnen und zu bewerten. Dabei behauptet er, dass Menschen europäischer Herkunft eher der "K-Strategie" folgen und dadurch höherwertig seien als Menschen afrikanischer Herkunft, die eher der "r-Strategie" folgen und dadurch minderwertiger seien. Dies ist jedoch eine rassistische und pseudowissenschaftliche Behauptung, die wissenschaftlich widerlegt ist. Die Verwendung von biologischen Konzepten wie "r-Strategie" und "K-Strategie" zur Rechtfertigung von rassistischen Vorstellungen ist daher als durch und durch rassistisch abzulehnen.
Im Kontext des Nationalsozialismus wurden biologische Konzepte oft falsch interpretiert und für die Durchsetzung der nationalsozialistischen Ideologie missbraucht.
Die AfD-Politiker Alexander Gauland und André Poggenburg sorgten für Aufsehen, als sie den Begriff "Volkskörper" verwendeten. Das Wort soll die Assoziation zu einem einheitlichen, organischen und natürlichen Gebilde auslösen, das durch unpassende, fremde Teile geschädigt werden kann. Vor und während des Nationalsozialismus wurde der Volkskörper als rassische Einheit verstanden und die Juden wurden als "Schädlinge" oder "Parasiten" des Volkskörpers diffamiert und ermordet. André Poggenburg bezeichnete "linksextreme Lumpen" als "Wucherungen am deutschen Volkskörper". Andererseits taucht der Begriff "Biodeutsche" immer häufiger auf, was einen generellen biologischen Unterschied zwischen Deutschen und Zuwanderern betont und somit problematisch ist.
Diese Aussagen sind nicht nur auf falschen, pseudowissenschaftlichen Rassevorstellungen begründet, sondern haben auch das Ziel, politische Schlussfolgerungen zu rechtfertigen. Sie können zur Rechtfertigung von Maßnahmen wie der Abwehr von Migranten und Muslimen oder der Einschränkung von Hilfe für Schwarze und Arme in den USA verwendet werden. Solche Aussagen führen auch zur Dehumanisierung missliebiger Personen, was in Biologie und Psychologie als Dehumanisierung bezeichnet wird.
[nextpage title="Die 'Ausgeschwitzt' Rede "]Björn Höcke hatte bei einer Veranstaltung des rechten AfD-"Flügels" mit einem geschmacklosen Wortspiel zum Konzentrationslager Auschwitz die Annahme des Verfassungsschutzes (BfV), er hege rechtsextremistisches Gedankengut, untermauert. Bei einem geheimen Treffen des "Flügels" in Schnellroda war am 10. März 2020 ein Videoausschnitt aufgenommen worden, in dem Höcke interne Kritiker des "Flügels" angegriffen hatte. Er sagte wörtlich:
"Die, die nicht in der Lage sind, das Wichtigste zu leben, was wir zu leisten haben, nämlich die Einheit, dass die allmählich auch mal AUSgeSCHWITZt werden."
Quelle: welt.de/politik/deutschland/article206589067/AfD-Fluegel-Hoecke-spricht-vom-Ausschwitzen-seiner-Gegner.html
(öffnet in neuem Tab)
Der Ausdruck "ausgeschwitzt" wird im Kontext der Shoah-Leugnung oder Verharmlosung des Holocausts verwendet. Und dass dem Faschisten Höcke dies durchaus schon bekannt sein sollte, hatte der Soziologe Andreas Kemper schon 2020 herausgestellt:

Wenn jemand sagt, dass eine Person oder eine Gruppe "ausgeschwitzt" werden sollte, bedeutet das im Kontext der Shoah-Leugnung, dass die Vernichtung dieser Person oder Gruppe gerechtfertigt wäre, ähnlich wie es während des Holocausts mit den Juden geschehen ist.

Es handelt sich hierbei um eine zutiefst antisemitische Äußerung, die den Holocaust verharmlost und den Mord an Millionen von unschuldigen Menschen legitimiert. Höcke weis um den Begriff des "AusSchwitzen" sehr genau, wie aber auch Teile seine Partei.

Der Neonazi Köckert greift die Rede von Björn Höcke auf dem Kyffhäusertreffen 2018 auf, die nicht einmal ein Vierteljahr zuvor in Burgscheidungen gehalten wurde. (Transkredidiert weiter unten)
Die Hammer-und-Amboss-Rede des Björn Höcke auf dem Kyffhäusertreffen am 23.Juni 2018 in Burgscheidungen

Das zeigt sehr deutlich, welchen Einfluss Höcke auf Neonazis und Rechtsextreme in diesem Land hat. Seine Dresdner Rede vom 17. Januar 2017 war eine Sammlungsrede.
Am 1. September 2018 versammelte er dann hinter sich, für alle öffentlich zu sehen, Pegida, Identitäre Bewegung, Neonazis, Rechtsextreme, Hooligans neben harmlos wirkenden Bürgerinnen und Bürger.
Björn Höcke scheint sich als „Wolf” zu sehen. Vielleicht wählte er deshalb den Namen „Landolf” (übersetzt „Heimatwolf”) als Pseudonym.
Björn Höcke steht in dem Verdacht, unter dem Pseudonym „Landolf Ladig” für NPD-Postillen neonazistische Texte geschrieben zu haben, als er noch verbeamteter Lehrer war. Auf dem Kyffhäusertreffen 2018 in Burgscheidungen sagte er sinngemäß „Die Zeit des Wolfes ist gekommen”. Wörtlich hieß es, „die Schafszeit sei ein für alle Mal vorbei”. Höcke nutzt sehr oft das rhetorische Stilmittel der Umkehrschlüsse.
Er verquickt die Hammer-und-Amboss-Rede (wie er sagt von Bernhard von Bülow, aber Adolf Hitler hat ebenfalls mehrere Hammer-und-Amboss-Reden gehalten) mit dem Wolf-Schaf-Vergleich von Joseph Goebbels:
„Heute, liebe Freunde, lautet die Frage nicht mehr
Hammer oder Amboss,
heute lautet die Frage
Schaf oder Wolf.
Und ich, nein wir entscheiden in dieser Lage: Wolf zu sein.“(Björn Höcke / Kyffhäuserrede)
Wolf-Vergleich
“Mit dem Wolf-Schaf-Vergleich spielt Höcke als Geschichtslehrer nicht zufällig. Das ist eine Botschaft. „Die Zeit des Wolfes ist gekommen“. Seine Zeit. Wölfe jagen. Sie kommen aus dem Hinterhalt. Und Köckert will „zerfetzen”.
In seiner Rede auf dem Kyffhäusertreffen 2018 hebt er die jahrhundertelange und nun bedrohte deutsche Kultur heraus, die es „am besten als Vater und Mutter“ weiterzugeben und mutig zu verteidigen gilt.
„Denn ich bin überzeugt, liebe Freunde, dass die nächste Dekade, also das jetzt angebrochene Jahrzehnt, insofern das entscheidende ist, als ihr Verlauf besiegeln wird, ob es eine Zukunft geben wird, die wir als deutsch und als europäisch bezeichnen können oder eben nicht. Denn es ist nicht auszuschließen – und uns allen, die wir heute auf Schloss Burgscheidungen versammelt sind, die wir Kenntnis haben von der Fragilität dieser Zeit und unserer Lage – es ist nicht auszuschließen, dass in 50 Jahren fremde Völkerschaften durch unsere verlassenen Bibliotheken, Konzertsäle, Universitäten und Parlamentsgebäude streifen werden und sich die Frage stellen könnten, wie es möglich war, dass eine so hochstehende Kultur sich einfach aus ihnen hat hinwegfegen lassen.
Ja, Kombination aus weltdemografischer Lage, aus sich immer weiter und immer schneller entwickelnder Kommunikationstechnologie, Mobilität und vor allen Dingen, wie ich das immer wieder betone, Unzeitgleichheit der menschlichen Entwicklung machen es tatsächlich möglich, dass wir schon in Kürze einen Kultur- und Zivilisationsbruch erleben werden, wie wir ihn wahrscheinlich und unsere Vorfahren in ihrer Geschichte niemals erlebt haben.
Liebe Freunde: Das! Wollen! Wir! Nicht! Wir wollen eine Zukunft für uns und unsere Kinder! Und nicht irgendeine Zukunft, sondern eine freie, selbstbestimmte und selbstverständlich ‚deutsche!‘ Zukunft in der Mitte Europas, liebe Freunde, und wenn es nicht anders geht, wenn es also unabwendbar ist, dann sind wir bereit, zumindest temporär, Europa als Festung zu denken und zu leben und zwar als „uneinnehmbare Festung“! [Applaus und es erklingen nun Rufe: Höcke! Höcke! Höcke! Widerstand! Widerstand! Widerstand!]
Quelle Kyffhäusertreffen: https://youtu.be/m0vJAC0ObbI
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"uneinnehmbare Festung"
In diesem Abschnitt der Rede spricht Björn Höcke über die Bedeutung des kommenden Jahrzehnts und behauptet, dass dessen Verlauf darüber entscheiden wird, ob es eine Zukunft gibt, die als deutsch und europäisch bezeichnet werden kann. Er warnt vor der Möglichkeit, dass fremde Völkerschaften in der Zukunft deutsche Kulturdenkmäler besuchen könnten und stellt die Frage, wie es dazu kommen konnte, dass eine hochstehende Kultur einfach verschwinden konnte.
Höcke betont die weltweite demografische Lage, die sich schnell entwickelnde Kommunikationstechnologie, die Mobilität und die Unzeitgleichheit der menschlichen Entwicklung als Faktoren, die zu einem Kultur- und Zivilisationsbruch führen könnten, wie ihn weder er noch seine Vorfahren je erlebt haben. Er drückt den Wunsch nach einer freien, selbstbestimmten und deutschen Zukunft in der Mitte Europas aus.
Des Weiteren deutet Höcke an, dass, falls erforderlich, Europa als eine "uneinnehmbare Festung" betrachtet und gelebt werden sollte. Dieser Ausdruck könnte als Anspielung auf eine restriktive Einwanderungspolitik oder eine nationalistische Abschottung Europas verstanden werden. Die Reaktion des Publikums in Form von Applaus und Rufen nach Höckes Namen und "Widerstand" zeigt Zustimmung und Unterstützung für seine Aussagen.
Zitat:
Der Staatsmann weiß und Otto von Bismarck, den ich sehr verehre, hat es oft betont „Klugheit kommt vor Mut“. Aber wir wissen auch, ohne Mut werden wir das Ruder nicht mehr herumreißen können. Denn der Multikulturalismus, der Materialismus, der Konsumismus, der Hedonismus, der Narzissmus, die Vereinzelung, kurz die Dekadenz hält Westeuropa fest im Griff. Eine tödliche Toleranz allem und jedem gegenüber hat die Selbstbehauptungskräfte – zumindest der westeuropäischen Völker – fast vollständig erlahmen lassen. Bei unseren deutschen Landsleuten wird der Befund nochmals verstärkt.
Durch die bekannte „Schuld!-Neurose“, die bereits eine psychotische Qualität annimmt – vielleicht ist der ein oder andere Psychologe und Psychotherapeut sogar heute im Raum und kann meine Diagnose bestätigen -, eine Neurose, die schon psychotische Qualität annimmt und die zu skurrilsten, historisch wahrscheinlich einzigartigen Phänomenen geführt hat, wie beispielsweise die von mir diagnostizierte „kollektive Auto-Aggressivität“.
Kollektive Auto-Aggressivität! Ich könnte das noch um eine „kollektive kulturelle Auto-Aggressivität“ erweitern. Ja, liebe Freunde, was ist es denn anderes als ein Symptom kollektiver Auto-Aggressivität, wenn es ein Volk hinnimmt, das im eigenen Land täglich Tausende seiner Kinder und Jugendlichen die Schulen als Angstraum erleben, weil sie dort von Migranten-Machos gemobbt, gequält und geschlagen werden.
Quelle Kyffhäusertreffen: https://youtu.be/m0vJAC0ObbI
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Bismarck
In diesem Redeabschnitt stellt Höcke den Wert von Klugheit und Mut heraus und bezieht sich dabei auf Otto von Bismarck. Er behauptet, dass Mut erforderlich ist, um die aktuellen Probleme anzugehen. Höcke nennt dann eine Reihe von Begriffen wie Multikulturalismus, Materialismus, Konsumismus, Hedonismus, Narzissmus und Vereinzelung, die er als dekadente Einflüsse ansieht, die Westeuropa fest im Griff haben.
Höcke behauptet, dass eine "tödliche Toleranz" die Selbstbehauptungskräfte der westeuropäischen Völker fast vollständig erlahmt hat. Er erwähnt auch eine angebliche "Schuld!-Neurose", die nach seiner Behauptung bereits eine psychotische Qualität angenommen hat. Höcke spricht von einer "kollektiven Auto-Aggressivität" und erwähnt die Erfahrungen von deutschen Kindern und Jugendlichen, die angeblich in Schulen von Migranten-Machos gemobbt, gequält und geschlagen werden.
Die Verwendung von Begriffen wie "Migranten-Machos", die angeblich deutsche Kinder und Jugendliche mobben, quälen und schlagen, impliziert eine stereotype Darstellung einer bestimmten Gruppe von Menschen und kann zu Vorurteilen und Diskriminierung führen. Diese Verallgemeinerungen bergen das Risiko, soziale Ausgrenzung zu fördern.
Die Darstellung von Multikulturalismus, Materialismus, Konsumismus, Hedonismus, Narzissmus und Vereinzelung als angebliche dekadente Einflüsse, die angeblich Westeuropa fest im Griff haben, kann zu Feindbildbildung und Ausgrenzung bestimmter gesellschaftlicher Gruppen führen.
Seine solche Rhetorik kann dazu beitragen, Spaltungen zu vertiefen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu gefährden.
Der Verweis auf eine vermeintliche "Schuld!-Neurose" und die Verwendung des Begriffs "kollektive Auto-Aggressivität" könnten als Relativierung oder Verharmlosung der historischen Verbrechen des Nationalsozialismus und des Holocaust interpretiert werden. Solche Aussagen bergen das Risiko, historische Tatsachen herunterzuspielen und die Verantwortung für die Vergangenheit zu vernachlässigen.
Was ist es anderes, als ein Symptom kollektiver Auto-Aggressivität, wenn ein Volk eine Richterin duldet, die einen orientalischen jungen Mann, der aus Angeberei einen zufällig vorbeikommenden 40-jährigen zweifachen Familienvater den Schädel einschlägt, zu Anti-Aggressionstraining und Sozialstunden verurteilt, und ihn danach laufen lässt.
Und liebe Freunde, was ist es denn anderes, als ein Symptom kollektiver und meinetwegen kultureller Auto-Aggressivität, wenn ein Volk junge Männer hervorbringt, die, wie in Köln tatsächlich passiert, weinerlich und wahrscheinlich, so stell ich mir das jedenfalls vor, so hat sich die Szene dann, nachdem ich von diesem Sachverhalt hörte, vor meinem geistigen Auge noch mal abgespielt, neben einem Zelt hocken und versuchen, mit dem Handy die Polizei zu verständigen, während drinnen der schwarzafrikanische Vergewaltiger ungestört die eigene Freundin penetrieren kann. Was ist das anderes, als kollektive Auto-Aggressivität, liebe Freunde? Und wenn es dann keine kollektive Auto-Aggressivität ist, dann ist es zumindest „kollektive Schafsköpfigkeit“.
Quelle Kyffhäusertreffen: https://youtu.be/m0vJAC0ObbI
Rassistische Stereotypen
In diesem Redeabschnitt äußert sich Björn Höcke und behauptet, dass das Dulden einer Richterin, die einen "orientalischen" jungen Mann, der angeblich einen 40-jährigen Familienvater angegriffen hat, zu einer vermeintlich zu milden Strafe verurteilt hat, ein Symptom kollektiver Auto-Aggressivität sei. Zudem erwähnt Höcke junge Männer aus Köln, die angeblich passiv bleiben, während eine Vergewaltigung stattfindet. Diese Aussagen können als generalisierend und stereotypierend interpretiert werden.
Die Verwendung des Ausdrucks "schwarzafrikanischer Vergewaltiger" muss klar als rassistisch betrachtet werden. Es handelt sich dabei um eine Verallgemeinerung und stereotype Darstellung einer bestimmten ethnischen Gruppe. Indem eine spezifische ethno-rassische Eigenschaft hervorgehoben wird, wird eine negative Konnotation impliziert, die auf Vorurteilen und Diskriminierung beruhen kann. Solche rassistischen Darstellungen tragen zur Stigmatisierung von bestimmten Gruppen bei und fördern Stereotype und Vorurteile.
In einer gern, in einer gern und oft, oder oft und gern in dieser Zeit und durch die Lehrer der Schulen dieser Bundesrepublik Deutschland in ihrer Spätphase 2018 fehlinterpretierten Rede, führte der damalige Staatssekretär im Auswärtigen Amt Bernhard von Bülow 1899 einmal aus, er wurde später auch Reichskanzler, dass sich Deutschland entscheiden müsse, die Deutschen sich entscheiden müssen, ob sie Hammer oder Amboss sein wollten. Wenn man die ganze Rede liest, dann weiß man, dass diese oft zur Emotionalisierung, zur einseitigen Interpretation einladenden Passagen, die heute in allen Schulbüchern dieser Republik steht, und mit denen unsere Kinder traktiert werden, wenn man das Redemanuskript im ganzen liest, weiß man, dass das eigentlich eine recht ausgewogene Rede war. Wenn man die damaligen Zeitzusammenhänge im Hinterkopf hat!
Quelle Kyffhäusertreffen: https://youtu.be/m0vJAC0ObbI
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Bülow 1899
In diesem Redeabschnitt spricht Björn Höcke über eine Rede von Bernhard von Bülow aus dem Jahr 1899, in der es um die Wahl zwischen dem "Hammer" und dem "Amboss" geht. Höcke behauptet, dass diese Rede oft fehlinterpretiert und einseitig dargestellt wird, insbesondere in Schulbüchern und im Unterricht. Er stellt die These auf, dass die ganze Rede bei einer umfassenden Betrachtung als ausgewogen angesehen werden könne, vorwiegend wenn man den historischen Kontext berücksichtige.
Unterhalb haben wir eine längere Analyse, warum sich Höcke nicht auf Bülow bezog, sondern klar auf Hitler und im weiteren Verlauf auf Goebbels.
Die Deutschen müssen sich fragen und entscheiden, wollen sie Hammer oder Amboss sein? Das war die Frage von Bernhard von Bülow 1899. Heute, liebe Freunde, lautet die Frage nicht, „Hammer oder Amboss“, heute lautet die Frage „Schaf oder Wolf“. Und ich, nein, wir entscheiden in dieser Lage: Wolf zu sein! […]
Quelle Kyffhäusertreffen: https://youtu.be/m0vJAC0ObbI
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Der vorliegende Redeabschnitt enthält deutliche Hinweise darauf, dass Höcke sich in seinen Aussagen bewusst auf Joseph Goebbels bezog. Als Geschichtslehrer ist Höcke mit großer Wahrscheinlichkeit mit den geschichtlichen Bezügen vertraut und kennt die Bedeutung solcher Verbindungen. Insbesondere der Vergleich zwischen Schaf und Wolf, den Höcke verwendet, ähnelt stark der Metapher, die Goebbels verwendete, um den Einbruch des Feindes in eine Schafherde zu beschreiben. Es lässt Raum für die Frage, ob Höcke diese historischen Bezüge bewusst herstellt und inwieweit er sich der Bedeutung dieser Verbindung bewusst ist.
Es liegt nahe, dass sowohl die Hammer- und Amboss Reden von Adolf Hitler als auch die Schaf- und Wolf-Rede von Joseph Goebbels als Inspiration für den Vergleich in Höckes Aussagen gedient haben. Die Verwendung ähnlicher metaphorischer Elemente und die ideologischen Parallelen zum Nationalsozialismus legen nahe, dass Höcke sich bewusst auf diese historischen Reden bezieht. Angesichts dieser Bezüge sollten ernsthafte Bedenken hinsichtlich einer möglichen ideologischen Nähe zu den Ansichten und Praktiken des Nationalsozialismus geäußert werden. Und dann sind wir bei einem Kernelement eines umfangreichen Verbotsverfahrens, das Kernelement der starken Ausrichtung auf die nationalsozialistische Ideologie.
Eine mögliche ideologische Nähe zum Nationalsozialismus kann ein wesentlicher Grund sein, der ein Verbotsverfahren gegen die AfD rechtfertigt. Die Frage nach einer möglichen Verfassungswidrigkeit und die Notwendigkeit einer genauen Prüfung dieser Aspekte können daher nicht ignoriert werden.
Verweise auf Hitler
Die Reden von Björn Höcke und die direkten Zitate von Adolf Hitler und Joseph Goebbels könnten als Hinweise auf eine ideologische Nähe oder zumindest eine Verharmlosung der Ideen des Nationalsozialismus interpretiert werden.
Jedoch würde ein erfolgreicher Verbotsantrag nicht allein auf solche Zitate gestützt werden können. Es müssten weitere rechtliche Kriterien erfüllt sein, wie beispielsweise die Verfolgung verfassungsfeindlicher Ziele, die Gefährdung der freiheitlichen demokratischen Grundordnung oder eine tatsächliche Beeinträchtigung der Rechte und Freiheiten anderer Bürgerinnen und Bürger.
Mit der Beilegung meines PAV ist die Einheit der Partei gesichert. Es gab, es gab nur ganz ganz wenige, wie es mein Freund Andreas Kalbitz sagt, die versucht waren, am Zünder dieser Bombe zu spielen. Es gab ganz ganz wenige, und ich glaube, selbst sie sind jetzt zur Einsicht gekommen. Aber eins kann ich, glaube ich, rückblickend sagen, es ist gut, dass diese Sache jetzt abgeschlossen ist. Die Einheit steht fest. Die Einheit der Partei ist fester, als sie jemals war. Wenn es den wenigen tatsächlich gelungen wäre, diesen Zünder auszulösen, dann hätte es eine Explosion gegeben, die unsere Partei nicht zerrissen hätte, (versteht mich nicht falsch), aber an dessen Ende nicht unser Herausdrängen, und nicht mein Herausdrängen aus dieser Partei gestanden hätte. Davon bin ich überzeugt.“ […]
Quelle Kyffhäusertreffen: https://youtu.be/m0vJAC0ObbI
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Björn Höcke betont in diesem Ausschnitt die Bedeutung der Beilegung seines Parteiausschlussverfahrens für die Einheit der Partei. Er hebt hervor, dass nur sehr wenige Menschen versucht hätten, die "Bombe" zu zünden, und dass selbst diese Personen nun zur Einsicht gekommen seien. Höcke betont die Wichtigkeit der abgeschlossenen Angelegenheit und behauptet, dass die Einheit der Partei nun stärker sei als je zuvor.
Es wird deutlich, dass Höcke von einer potenziellen Gefahr für die Partei spricht, jedoch betont er auch, dass diese Gefahr weder zu Spaltung noch zu seinem eigenen Ausschluss aus der Partei geführt hätte. Er drückt seine feste Überzeugung aus, dass die Beilegung des Ausschlussverfahrens die Einheit der Partei gestärkt habe.
Diese Aussagen können als Versuch von Höcke interpretiert werden, seine Position in der Partei zu festigen und die Bedeutung seiner Rolle für die Einheit und Stabilität der Partei zu betonen. Es wird deutlich, dass er sich selbst als eine wichtige Figur innerhalb der Partei sieht und den Einfluss, den er auf deren Zusammenhalt ausübt, hervorhebt.
Wir brauchen die AfD auf der Straße nötiger denn je. Und das ist mir in Mödlareuth noch mal klar geworden, der ein oder andere von Euch war ja dort. Die 500 versammelten Patrioten haben dort in würdevoller und freudvoller Art und Weise den authentischen Nationalfeiertag des Volkes begangen. Und sie haben vor allen Dingen deutlich gemacht, dass die Zeit des Hinnehmens, dass die Zeit der Geduld, dass die Schafszeit ein für alle Mal vorbei ist. […]
Quelle Kyffhäusertreffen: https://youtu.be/m0vJAC0ObbI
"Schafzeit"
Die Verwendung des Begriffs "Schafszeit" lässt Parallelen zur Metapher des Schafs und des Wolfes aus der Schaf-und-Wolf-Rede von Joseph Goebbels erkennen. In Goebbels' Rede wurde der Einbruch des Feindes in eine Schafherde metaphorisch beschrieben, um die feindliche Bedrohung und die Notwendigkeit eines entschlossenen Handelns zu betonen. Indem Höcke die "Schafszeit" als beendet erklärt und auf die AfD als Notwendigkeit für das Volk verweist, könnte er implizieren, dass die AfD als eine Art Schutz gegen eine vermeintliche feindliche Bedrohung dienen soll.
Diese Verwendung der Metapher und die Betonung des endgültigen Endes der "Schafszeit" könnten als Mittel zur Emotionalisierung und Mobilisierung der Anhänger der AfD betrachtet werden. Es wird der Eindruck erweckt, dass die Partei den Volkswillen verkörpert und dass es an der Zeit ist, energisch für die eigenen Interessen einzustehen.
Gesetzeskonform und beharrlich. Das ist die Kombination der Zukunft. Wie gesagt, die Schafszeit ist vorbei. Und liebe Freunde, wenn die vom Establishment korrumpierte Polizeiführung, und ich spreche jetzt nicht von den Beamten auf der Straße, die ja oft auf uns’rer Seite sind, und die ihren Dienst tun, wie sie’s tun müssen, und wie’s die Befehlslage ist, wenn die oft korrumpierte Polizeiführung die Durchsetzung unseres Versammlungsrechtes verschleppt oder verweigert, wird sie in Zukunft mit Strafanzeigen und Dienstaufsichtsbeschwerden eingedeckt, bis sie quietscht! BIS SIE QUIETSCHT! […]
Und wenn ich nochmal an der Spitze eines Demonstrationszuges [Pause] „spa-zie-ren gehe“, und in meinem Rücken [er ballt die rechte Faust und hebt sie neben seinen Kopf] „spa-zie-ren“ 1.000 [Pause] disziplinierte Patrioten, und wir stoßen auf eine Barrikade von übelwollenden und oft übel riechenden Gutmenschen, in der Anzahl 50, dann würde ich dem Versammlungsleiter sagen: „Gehen Sie zum Polizeieinsatzleiter und sagen Sie ihm, dass er 5 Minuten Zeit hat, diese Störung des Versammlungsrechtes zu beenden.“ [Applaus und Gejohle]
Und geben Sie dann Ihrem Versammlungsleiter, gebt Eurem Versammlungsleiter das gute Argument mit an der [sic!] Hand, auf Artikel 8 des Grundgesetzes hinzuweisen, da steht nämlich drin „Alle Deutschen haben das Recht, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln, dass die Versammlung „auf-ge-löst wird“ – gesetzeskonform! – und das man sich g’rade entschieden hat, in 5 Minuten 50 Meter im Rücken dieser Barrikade eine Spontandemonstration durchzuführen. Ihr werdet sehen, wie schnell diese Barrikade geräumt ist. Und so werden wir das in Zukunft machen. Ende der Durchsage! [Applaus, Gejohle und Pfeifen]. […]
Quelle Kyffhäusertreffen: https://youtu.be/m0vJAC0ObbI
Es gibt deutliche Anhaltspunkte für Parallelen zwischen dem von Höcke verwendeten Begriff "Schafszeit" und der Schaf-Wolf-Metapher von Goebbels. Beide Ausdrücke unterstreichen eine klare Unterscheidung zwischen denjenigen, die als passiv und folgsam angesehen werden (Schafe), und denjenigen, die als entschlossen und kämpferisch erscheinen (Wölfe). Obwohl Höcke in seinem Redeausschnitt keinen direkten Bezug zu Goebbels herstellt, lassen sich aufgrund dieser Parallelen bestimmte thematische Ähnlichkeiten feststellen.
Hitler sah sich auch als "Wolf"
Adolf bedeutet der „edle Wolf“. Als Wolf sah sich auch Hitler. Als edler Wolf an der Spitze eines Volkes von Wölfen, das Schafe jagt. Höcke sieht sich ebenfalls als Wolf. Er ruft die Zeit des Wolfes aus. Seine Zeit. Als Wolf an einer Spitze von Wölfen, die die politischen Gegner zerfetzen (vgl. Rede von David Köckert am Ende). Der Hinweis auf Landolf Ladig in diesem Zusammenhang soll hier auch mit einfließen, Landolf bedeutet "Der Heimatwolf", da Höcke ohne Zweifel, Landolf Ladig ist, sollte man gerade den Bezug zum Thema goebbelscher Schaf-Wolf Rhetorik herleiten. Björn Höcke sie sich selbst in der Nachfolge als Joseph Goebbels. Warum sonst nutzt er klar und deutlich dessen Zitate, kennt diese, und nutzt diese nahezu eins zu eins in seinen Reden?
Wir haben viele gute Gesetze in Deutschland, wie das Versammlungsgesetz. Aber diese vielen guten Gesetze werden nicht mehr angewendet. Geben wir unseren Polizisten gute Argumente, sich gegen die bunten Demokratiefeinde durchzusetzen. In dieser Zeit ist nicht Ruhe, in dieser Zeiten [sic!] ist [Pause] Mut, eine berechtigte Portion Wut und vor allen Dingen ziviler Ungehorsam, die erste Bürgerpflicht, denn wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht! [Applaus und Widerstand-Rufe] […]
Wir befinden uns mitten in der von mir oft angesprochenen Schleusenzeit. Es rutscht gerade durch. … [ab nun extrem laut] Es rutscht etwas durch! Das Alte und Morsche zerfällt vor unseren Augen! Der Mantel der Geschichte weht an uns vorbei! Ergreifen wir ihn! Halten wir ihn fest! Und lassen wir ihn nicht wieder los! Bis die Zukunft unserer Heimat, bis die Zukunft unseres Volkes, bis die Zukunft unserer Nation, bis die Zukunft unseres geliebten deutschen Vaterlandes gesichert ist!”
Quelle Kyffhäusertreffen: https://youtu.be/m0vJAC0ObbI
Gegen Ende seiner Rede wird er laut und bedient sich eines Rückgriffs auf die Worte von Philipp Scheidemann, aber deutet sie um: „Der Kaiser hat abgedankt […] das Alte und Morsche, die Monarchie ist zusammengebrochen! Es lebe das Neue, es lebe die deutsche Republik!” Mit diesen Worten verkündete Philipp Scheidemann (1865-1939) während der Novemberrevolution den Zusammenbruch des Deutschen Kaiserreiches und proklamierte die Deutsche Republik. Höcke will in megalomanischer Euphorie schon mal das Ende der Demokratie verkünden.
JOSEPH PAUL GOEBBELS ÜBER DEMOKRATIE
Wir gehen in den Reichstag hinein, um uns im Waffenarsenal der Demokratie mit deren eigenen Waffen zu versorgen. Wir werden Reichstagsabgeordnete, um die Weimarer Gesinnung mit ihrer eigenen Unterstützung lahmzulegen. Wenn die Demokratie so dumm ist, uns für diesen Bärendienst Freifahrkarten und Diäten zu geben, so ist das ihre eigene Sache. Wir zerbrechen uns darüber nicht den Kopf. Uns ist jedes gesetzliche Mittel recht, den Zustand von heute zu revolutionieren. […] Wir kommen nicht als Freunde, auch nicht als Neutrale. Wir kommen als Feinde! Wie der Wolf in die Schafherde einbricht, so kommen wir.

„Wir kommen nicht als Freunde, auch nicht als Neutrale.
Wir kommen als Feinde!
Wie der Wolf in die Schafherde einbricht, so kommen wir!“
- Quelle: Was wollen wir im Reichstag?, in: Der Angriff vom 30. April 1928; Nachdruck in: Joseph Goebbels (Autor), Hans
- Schwarz van Berk (Hrsg.): Der Angriff, Aufsätze aus der Kampfzeit, Franz Eher Nachf., München 1935, S. 71 u. S. 73
DIE HAMMER-UND-AMBOSS-REDEN DES ADOLF HITLER
Höcke selbst will sich bei seinen Reden immer auf Bülow oder Goethe beziehen, aber in der Analyse halten diese Behauptungen nicht stand. Nein, der Geschichtslehrer Höcke weis sehr wohl wen er da eigentlich zitiert hat. Weder Goethe noch von Bülow. Es ist eine Schande, dass dies Thema viel zu wenig auch von anderen Journalisten analysiert wird.
Aufgrund der Verwendung bestimmter Gedanken über Kultur, Stärke und Schwäche des Volkes, vor allem aber das Anprangern einer „Dekadenz” lassen den Schluss zu, dass die Rückgriffe Höckes bei den Hammer-und-Amboss-Reden des Adolf Hitler vorgenommen wurden, und nicht bei Bernhard von Bülow, dessen Rede in dem Kontext von Imperialismus und Kolonialismus zu sehen ist.
Die Hammer-und-Amboss-Reden des Adolf Hitler 1920
Gerade die 1920 Reden des Adolf Hitler scheinen einen gewissen Einfluss auf diverse Reden von Herren Höcke gehabt zu haben. Denn hier werden Gedanken über Kultur, Stärke und Schwäche des Volkes, vor allem aber das Anprangern einer „Dekadenz”, nicht nur in einer Ähnlichkeit dargeboten. Vielmehr hat sich Höcke scheinbar diese Reden umgeschrieben auf aktuelle Ereignisse.
Deutschland war mit seiner sozialen Gesetzgebung an 1. Stelle. Es gab dieses dem
Reden des Adolf Hitler 1920 - https://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/1963_3_4_phelps.pdf
Volke als Almosen, damit das Volk zufrieden sei. In vorsorglicher Weise sorgte das
Volk nicht nur durch Schaffung von Alters- und Invalidenversicherung, auch in
hygienischer Hinsicht. Selbst ein Franzose schreibt in seinem Werke, daß Deutschland
Frankreich weit überholte. Die Arbeiter Deutschlands gehen in besseren Kleidern aus
der Fabrik als die Spießbürger Frankreichs. Wer nicht Hammer sein will, führt Redner
weiter aus, der muß Amboß sein. Wir sind jetzt in Deutschland Amboß. Doch [im Orig.
Durch] die Erinnerung, daß wir 41/ 2 Jahre alles leisteten, was nur eine Nation zu
leisten imstande ist, ist zu groß, um sich erniedrigen zu lassen.
Hitler betont, dass jeder, der nicht Hammer sein will, Amboss sein muss. Dies könnte bedeuten, dass man entweder diejenigen sein sollte, die handeln und die Kontrolle haben, oder diejenigen, die passiv sind und die Folgen akzeptieren müssen. Es wird darauf hingewiesen, dass Deutschland derzeit in der Rolle des Ambosses sei. Und es wird jedoch betont, dass die Erinnerung an die vergangenen 4 1/2 Jahre (Erster Weltkrieg), in denen Deutschland alles geleistet habe, was eine Nation tun könne, zu groß sei, um sich zu erniedrigen.
„Heute, liebe Freunde, lautet die Frage nicht mehr
Hammer oder Amboss,
heute lautet die Frage
Schaf oder Wolf.
Und ich, nein wir entscheiden in dieser Lage: Wolf zu sein.“(Björn Höcke / Kyffhäuserrede)
Es lassen sich gewisse Parallelen zwischen dem Zitat von Höcke aus dem Jahr 2018 und einigen Aspekten der Rede Hitlers erkennen. Beide nutzen metaphorische Sprache, um eine bestimmte Haltung zu vermitteln. In Hitlers Rede wird der Vergleich zwischen Hammer und Amboss verwendet, um die Unterscheidung zwischen handelnden und passiven Rollen zu verdeutlichen. Höcke hingegen zieht den Vergleich zwischen Schaf und Wolf heran, um Schwäche und Stärke sowie Konformität und Individualität zu thematisieren.
In beiden Fällen wird eine aggressive und kämpferische Haltung zum Ausdruck gebracht. Hitler betont die Bedeutung, sich nicht zu erniedrigen und aufgrund vergangener Leistungen stolz zu sein. Höcke wiederum äußert den Wunsch, dass er und seine Anhänger als starke Wölfe agieren wollen.
Auffällige Parallelen, oder?
Nicht gegen Wien, sondern Mitleid mit Wien und der leidenden Bevölkerung, die von Lumpen und Vagabunden ins
https://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/1963_3_4_phelps.pdf
Elend gestürzt wurde. Hitler wird nach Österreich gehen und dort aufklärend sprechen
(lebh. Beifall). Ins Parlament müssen Nat.Soz. als immerwährende Mahner und Aufklärer des Volkes. Wer im Leben der Völker nicht Hammer sein will, der muß Amboß
werden. Wir sind Amboß, darum so geschlagen, schauen wir, daß wir wieder Hammer
werden. Helfen Sie! (langanhaltender Sturm-Beifall).
In einer weiteren Rede von Adolf Hitler wird argumentiert, dass die Nationalsozialisten als "immerwährende Mahner und Aufklärer des Volkes" im Parlament vertreten sein sollten. Es wird die Metapher des Hammers und des Ambosses verwendet, um die Wahl zwischen Handeln und Passivität zu verdeutlichen. Die Aussage "Wer im Leben der Völker nicht Hammer sein will, der muss Amboss werden" drückt aus, dass diejenigen, die nicht aktiv handeln wollen, die Konsequenzen ihres Handelns akzeptieren müssen.
Die Verwendung dieser Metapher impliziert, dass die Nationalsozialisten sich als Handelnde sehen, die den Willen und die Macht haben, das Volk zu formen und zu führen. Der Appell, wieder zum "Hammer" zu werden, drückt den Wunsch nach Stärke und Durchsetzungsfähigkeit aus, um die eigenen Ziele zu erreichen.
Die Verbindung zwischen Hammer und Amboss wird verwendet, um eine aggressive und dominante Haltung zu betonen und die Vorstellung zu vermitteln, dass die Nationalsozialisten diejenigen sind, die die Macht haben, zu formen und zu bestimmen.
Die Hammer-und-Amboss-Rede des Adolf Hitler am 31. Oktober 1926 in Berchtesgaden
Hitler sprach kurz über „Kultur und Weltanschauung, Persönlichkeits- und Führerprinzip“.
"Entweder wir sind Hammer oder Amboss, entweder siegt der halt- und kulturlose Bolschewismus oder es siegt der heldische Geist des Ariertums. Entweder hinauf auf die Höhen einer Gesundung, Kultur und Fortschritt oder hinunter ins Verderben, zurück zum Zerfall der menschlichen Kultur, die der Jude mit seinem Geist erbarmungslos zerstört."
Die Hammer-und-Amboss-Rede des Adolf Hitler am 3. Juli 1927 in Freilassing
Rede des Adolf Hitler 1927:
Überall im Leben ist die Einzelperson das Schöpferische. Würden wir alles von der Welt nehmen, was wir Einzelpersonen verdanken, alle Kunstwerke, Dichtungen, Tondichtungen, Erfindungen, verschwände unsere Kultur, obwohl die Mehrheit der Menschen nach wie vor vorhanden ist. Zeitalter der Entpersönlichung, des Herrschens des Majoritätsprinzips, also der Demokratie, sind Zeitalter des Niederganges.
Der Kampf ist der Vater aller Dinge, im Kampf erfolgt die Auslese des Besten, ohne Kampf erstickt die Welt im Überwuchern des Mittelmäßigen und Schlechten. Imperialismus ist der Kampf um das Dasein der Nation, um das Bestehen jedes Einzelnen derselben, zur Ermöglichung der Ernährung und der Vermehrung. Wer den Kampf ablehnt, lehnt seine Zukunft ab. Er ist nicht mehr Hammer, sondern Amboss. Wer weder Amboss noch Hammer sein will und glaubt, dazwischen stehen zu können, wird zwischen Hammer und Amboss zermalmt. Die heute herrschende Weltanschauung, deren Sturmtrupp nur der Marxismus ist, ist entgegengesetzt der Weltanschauung der natürlichen Kräfte der Entwicklung.
Letztere Weltanschauung vertritt die NSDAP im Gegensatz zu allen anderen politischen Richtungen der Nation. Wenn gesagt würde, die NSDAP solle sich verbinden mit ihr ähnlichen Richtungen, so ist zu erwidern, dass es diese eben nicht gibt! Einsichtsvolle Einzelmenschen, die die Schäden der Zeit und die verhängnisvolle politische Entwicklung erkannten, waren in den Friedens- und Kriegsjahren vor 1918 genug vorhanden, aber sie erschöpften sich in negativer Kritik, ohne eine schlagfertige Organisation zu schaffen, die befähigt gewesen wäre, eine Wandlung in positiver Richtung herbeizuführen.
Der Gedanke des Schuldkomplexes oder Schuldkultes findet sich bei Höcke als „Schuldneurose” (gemeint ist die Erinnerungskultur an den Holocaust) ebenso wie bei Adolf Hitler (gemeint sind die Reparationszahlungen aus den Versailler Verträgen), als er 1929 in die „Geistige Vorbereitung des zukünftigen nationalsozialistischen Staatsaufbaues” schrieb:
"Die Menschen, die uns vorwerfen, dass wir unser Volk wieder zum Hammer machen wollen, vergessen ganz, dass sie das Volk zum ewigen Amboss stempeln möchten."
Die Hammer-und-Amboss Rede des Bernhard von Bülow 1899
Bernhard von Bülow (1849-1929), deutscher Reichskanzler von 1900 bis 1909, erläutert in dieser Rede vor dem Reichstag, in der er die 2. Flottenvorlage ankündigt, seine Auffassung von expansionistischer deutscher Außenpolitik. Mit seinem sprachlichen Bild von Hammer und Amboss traf er dabei die Wahrnehmung vieler Deutscher, die Deutschlands koloniale Expansion als Schutzschild gegen andere Mächte für notwendig hielten.
[…] In unserm neunzehnten Jahrhundert hat England sein Kolonialreich, das größte, das die Welt seit den Tagen der Römer gesehen hat, weiter und immer weiter ausgedehnt, haben die Franzosen in Nordafrika und Ostafrika festen Fuß gefasst und sich in Hinterindien ein neues Reich geschaffen, hat Russland in Asien seinen gewaltigen Siegeslauf begonnen, der es bis zum Hochplateau des Pamir und an die Küsten des Stillen Ozeans geführt hat. Vor vier Jahren hat der chinesisch-japanische Krieg, vor kaum anderthalb Jahren der spanisch-amerikanische Krieg die Dinge weiter ins Rollen gebracht, große, tiefeinschneidende, weitreichende Entscheidungen herbeigeführt, alte Reiche erschüttert, neue und ernste Fermente der Gärung in die Entwicklung getragen. […]
Der englische Premierminister hatte schon vor längerer Zeit gesagt, dass die starken Staaten immer stärker und die schwachen immer schwächer werden würden. […] Wir wollen keiner fremden Macht zu nahe treten, wir wollen uns aber auch von keiner fremden Macht auf die Füße treten lassen (Bravo!) und wir wollen uns von keiner fremden Macht beiseite schieben lassen, weder in politischer noch in wirtschaftlicher Beziehung. (Lebhafter Beifall.) Es ist Zeit, es ist hohe Zeit, dass wir […] uns klar werden über die Haltung, welche wir einzunehmen haben gegenüber den Vorgängen, die sich um uns herum abspielen und vorbereiten und welche die Keime in sich tragen für die künftige Gestaltung der Machtverhältnisse für vielleicht unabsehbare Zeit.
Untätig beiseite stehen, wie wir das früher oft getan haben, entweder aus angeborener Bescheidenheit (Heiterkeit) oder weil wir ganz absorbiert waren durch unsere inneren Zwistigkeiten oder aus Doktrinarismus – träumend beiseite stehen, während andere Leute sich in den Kuchen teilen, das können wir nicht und wollen wir nicht. (Beifall.) Wir können das nicht aus dem einfachen Grunde, weil wir jetzt Interessen haben, in allen Weltteilen. […] Die rapide Zunahme unserer Bevölkerung, der beispiellose Aufschwung unserer Industrie, die Tüchtigkeit unserer Kaufleute, kurz, die gewaltige Vitalität des deutschen Volkes haben uns in die Weltwirtschaft verflochten und in die Weltpolitik hineingezogen. Wenn die Engländer von einem Greater Britain reden, wenn die Franzosen sprechen von einer Nouvelle France, wenn die Russen sich Asien erschließen, haben auch wir Anspruch auf ein größeres Deutschland (Bravo! rechts, Heiterkeit links), nicht im Sinne der Eroberung, wohl aber im Sinne der friedlichen Ausdehnung unseres Handels und seiner Stützpunkte. […] Wir können nicht dulden und wollen nicht dulden, dass man zur Tagesordnung übergeht über das deutsche Volk. […]
Es ist viel Neid gegen uns in der Welt vorhanden (Zuruf links), politischer Neid und wirtschaftlicher Neid. Es gibt Individuen, und es gibt Interessengruppen, und es gibt Strömungen, und es gibt vielleicht auch Völker, die finden, dass der Deutsche bequemer war und dass der Deutsche für seine Nachbarn angenehmer war in jenen früheren Tagen, wo trotz unserer Bildung und trotz unserer Kultur die Fremden in politischer und wirtschaftlicher Hinsicht auf uns herabsahen, wie hochnäsige Kavaliere auf den bescheidenen Hauslehrer. (Sehr richtig! – Heiterkeit.)
Diese Zeiten politischer Ohnmacht und wirtschaftlicher und politischer Demut sollen nicht wiederkehren. (Lebhaftes Bravo.) Wir wollen nicht wieder, um mit Friedrich List zu sprechen, die Knechte der Menschheit werden. Wir werden uns aber nur dann auf der Höhe erhalten, wenn wir einsehen, dass es für uns ohne Macht, ohne ein starkes Heer und eine starke Flotte keine Wohlfahrt gibt. (Sehr richtig! rechts. Widerspruch links.)
Das Mittel, meine Herren, in dieser Welt den Kampf ums Dasein durchzufechten ohne starke Rüstung zu Lande und zu Wasser, ist für ein Volk von bald 60 Millionen, das die Mitte von Europa bewohnt und gleichzeitig seine wirtschaftlichen Fühlhörner ausstreckt nach allen Seiten, noch nicht gefunden worden. (Sehr wahr! rechts.) In dem kommenden Jahrhundert wird das deutsche Volk Hammer oder Amboss sein.
Quelle: Buchners Kolleg Geschichte, Das Kaiserreich 1871 bis 1918. Bamberg: C.C. Buchners Verlag, 1987, S. 137 ff.
JOHANN WOLFGANG GOETHES GEDICHT „EIN ANDERES” VON 1792
Dessen zweiter Teil lautet:
Du musst steigen oder sinken,
Du musst herrschen und gewinnen,
Oder dienen und verlieren.
Leiden oder triumphieren,
Amboss oder Hammer sein.
Rede des David Köckert am 9. September 2018 in Köthen
Rede im Ausschnitt:
[nextpage title="Erkennt sie an der Sprache...."]Totschlag, Vergewaltigung – Und diese asoziale antideutsche Schweinepresse schweigt, weil es ein feiger Hühnerhaufen ist. [Gejohle, Lügenpresse-Rufe] Liebe Freunde, ich muss erzählen, was in Chemnitz vorgefallen ist, als es angeblich die vielen Hitlergrüße gab. Als auf einmal linksgerichtete, mit RAF-Tattoos, auf einmal den Gruß gezeigt haben. Dieses Lumpenpack ist nicht besser als damals zu DDR-Zeiten. Die sind 1.000 Mal… [unverständlich] [Gejohle und Geklatsche]. Und natürlich werden sie heute wieder berichten: Ja, da waren die krassen, die bösen, die Neonazis auf der Straße, die Hetzer. Nein, es sind keine Hetzer und es sind auch keine Neonazis, es sind Familienväter und Mütter, die auf die Straße gehen… [unverständlich] [Gejohle und Geklatsche].
[An die Polizei gerichtet] Jeder der in blau gehaltenen,charakterlosen Söldner, die hier stehen, ihr müsstet Eure Helme wegschmeißen, ihr müsstet hier mit dem Volk stehen und Widerstand leisten. [Gejohle und Geklatsche]. Dieser Staat, der sich Rechtsstaat nennt, ist kein Rechtsstaat mehr, das ist ein Vasall und nichts weiter. Und diesen Marionetten in der Regierung, da ist es scheißegal, ob Landtag, Kreistag, Gemeinderat, das sind die Verbrecher, denen gehört die Tür eingetreten. [Gejohle und Geklatsche.] Ich meine das mit dem Tür eintreten natürlich verbal.
[In etwa: Natürlich sagen die Politiker wieder:] Dann lass sie doch laufen. Denen geben wir wieder ein Ventil, wie in Chemnitz. Lass sie doch mit 10.000 laufen, mit 15, mit 20, mit 30.000. Wie bei Pegida. Denn es ist ja wie ein Teekessel, es funktioniert ja nach demselben Schema. Die Hornochsen laufen im Kreis, schreien „Wir sind das Volk”, blöken ein bisschen rum und das war es. Das Einzige, was diese Scheiß -Piep- Kunden verstehen, ist, wenn man sie zu Hause stellt, wenn man vor ihren Türen auf sie wartet. Wenn sie genau das wiederbekommen, was sie uns zumuten. Und zwar Auge um Auge, Zahn um Zahn.
[Gejohle und Geklatsche.]Dann höre ich schon wieder, ja, die haben gehetzt und das ist wieder ein ewig Gestriger. Blablabla. Man kann diesen Irrsinn ja gar nicht mehr hören. Man kann es einfach nicht mehr hören. Und die hoffen ja wieder, gut, jetzt hat sich das abgekühlt etwas in Chemnitz, die Zahlen gehen wieder nach unten, wir halten das schon irgendwie aus. Nein, liebe Freunde, es bringt uns nichts weiter, wenn wir zu Hunderttausenden selbst auf die Straße gingen, würde diese bucklige Brotspinne (?) es aussitzen. Sie würde drüber lachen und sagen: Lass sie doch laufen, lass sie doch laufen. Irgendwann haben wir Weihnachten und die Leute sind wieder abgelenkt. Ich sage Euch eins, der 9. November ist ein Schicksalstag für das deutsche Volk und der soll auch wieder zum Schicksalstag werden und diese Verbrecher… [unverständlich] [Gejohle und Geklatsche].
Liebe Freunde: Viel schlimmer ist, dass wir uns alles gefallen lassen. Wir lassen uns alles gefallen. Wir lassen uns einpferchen, wir lassen uns niederbrüllen, wir lassen uns in irgendwelche Schubladen stecken. Alles wird mit uns gemacht. Weil wir ein friedliches Volk sind. Ein Volk, das mit anderen Völkern gerne zusammen leben möchte. Aber – und das ist ein großes Aber: Wir müssen endlich erwachen und sagen: Die wollen nicht friedlich mit uns leben. Also: Auge um Auge, Zahn um Zahn. [unverständlich] [Gejohle und Geklatsche]
Und wenn diese Goldstücke aus Übersee von diesen charakterlosen Marionetten eingeladen wurden, dann sollen doch diese charakterlosen Marionetten diese Goldstücke auch aufnehmen. Ich glaube nicht, dass eine von diesen Mistmaden – und so will ich sie nennen – nicht eine von diesen Mistmaden hat die Courage, einen von diesen Goldstücken aufzunehmen, weil sie feige sind. [Gejohle und Geklatsche]
Aber dem deutschen Volk kann man es aufbürden. In nicht einmal fünf Jahren haben wir mittlerweile Zustände, wofür der Westen 30, 40, 50 Jahre gebraucht hat. 70. Was in den nächsten fünf-sechs Jahren hier passieren wird. Und zwar die Generation, die von diesen Raketenwissenschaftlern hier hergekommen sind, die vermehren sich natürlich reichhaltig, das ist ja denen ihre Aufgabe. Und was passiert? Es entstehen neue Generationen, Generation für Generation. Und ich möchte jedem eine kleine Rechenaufgabe mitgeben. Weil viele ja denken: Das sind ja nur Minderheiten. Nein. Wir haben mittlerweile acht Milliarden Menschen auf der Erde. Acht Milliarden. Das sind ergo 8.000 Millionen. Ihr könnt mal ausrechnen oder schätzt doch mal, wie viele davon noch weiß sind. Das kann ich Euch sagen: Zwischen 300 und 400 Millionen. Wir sind mittlerweile eine Minderheit. Aber eine Minderheit, die eine Faust hat und sich wehren wird. [Gejohle und Geklatsche.]
Ich habe selber viele Kinder. Und wenn ich das in meiner Heimatstadt in Thüringen sehe: Das Volk ist einfach charakterlos, mutlos und hat sich aufgegeben. Weil man immer wieder dieselbe Frage und dieselbe Antwort bekommt: Ja, was sollen wir denn machen? Liebe Freunde: In nichtmal 24 Stunden haben sich hier zigtausende Menschen und zwar, um diesem Menschen das letzte Geleit zu geben. Warum haben wir nicht den Mut und die Kraft, uns nach Berlin zu bewegen und sie zum Teufel zu jagen? [Gejohle und Geklatsche.]
Es wird der Tag kommen, da werden uns eines Tages unsere Kinder mit weinerlichen Augen anschauen und sagen: Vater, Mutter, was hast Du in den Jahren dieser Invasion getan? Saßt Du zu Hause? Hast Fernsehen geglotzt? Warst zu feige? Bist raus gegangen? Hast Dir schön auf die Fresse hauen lassen? Oder willst Du sagen: Mein Kind, ich war einer von den Zehntausenden, die auf die Straße gegangen sind und habe für Deine Zukunft gekämpft… [unverständlich] [Gejohle und Geklatsche].
Liebe Freunde, das ist ein offenes Mikrofon. Wie gesagt: Jeder, der will, kann seiner Wut auch einfach mal freien Lauf lassen. Der kann was dazu sagen. Denn das, was hier abläuft, was hier geschehen ist, und zwar ist das das Abschlachten des deutschen Volkes. Wie viele Straftaten erfahren wir mittlerweile gar nicht mehr? Und mittlerweile ist es ja so: Eine Vergewaltigung oder eine schwere Körperverletzung – das interessiert ja schon gar keinen mehr. Und zwar aus dem einfachen Grund: Die Presse schweigt und sagt dann irgendwo, es gab da eine Auseinandersetzung zwischen ein paar Jugendlichen. Liebe Freunde, weil die genau wissen, was hier abläuft. Denen geht der Arsch auf Grundeis. Ich kann Euch sagen: 89 war ein Possenspiel dagegen. Wenn wir noch einmal die Macht bekommen, dann werden diese Flitzpiepen sich im dunklen Kellerverließ wiederfinden… [Gejohle und Geklatsche / Satzende unverständlich].
Widerstand! Widerstand! Widerstand!
Ich kann nur jedem empfehlen: Wenn Ihr morgen auf Arbeit geht, wenn Ihr morgen in die Schule geht, wenn Ihr [unverständlich] bei Verwandten seid, Eltern, dann tragt diesen Punkt mit, dann erzählt ihnen, was eigentlich hier in Ostdeutschland oder hier in diesen ganzen Gemeinden eigentlich los ist. Und zwar ist es Krieg und das kann man wirklich so sagen. Ein Rassenkrieg gegen das deutsche Volk, was hier passiert und dagegen müssen wir uns wehren. [Gejohle und Geklatsche.] Wollt Ihr weiterhin die Schafe bleiben, die blöken, oder wollt Ihr zu Wölfen werden und sie zerfetzen? Danke schön! [Gejohle und Geklatsche.]
Die AfD radikalisiert sich immer mehr, sucht - trotz Unvereinbarkeitsbeschlüsse - den Schulterschluss zu Querdenken, und sogar zu Neonazis, Identitäre Bewegung und andere Rechtsextreme. Sprache ist im 21. Jahrhundert genauso wichtig wie im 20. Jahrhundert. Wer die Deutungshoheit über die Begriffe hat, wer sie setzt, wer die Narrative setzt und bestimmt, der bestimmt den Diskurs der Gesellschaft und in den Medien. Das nennt man auch "kulturelle Hegemonie". Begründer: Antonio Gramsci. Adapteur: Götz Kubitschek und weitere neurechte Akteure, wie Höcke, Gauland, Sellner, von Storch, oder Jongen. Diese Aufzählung ist natürlich nicht vollständig, sie wird ergänzt werden.
Warum ist das wichtig?
Sprache verrät uns. Sie macht deutlich, wes Geistes Kind wir sind. Mit Worten kann man ebenso Absichten und Hintergründe verschleiern, wie man mit Worten einen scharfen Angriff führen oder Klartext reden kann. Worte können besänftigen und schlichten. Sie können aber auch spalten und das Klima vergiften.
Wenn wir wissen, wer etwas sagt, welche Sprache er dabei verwendet, können wir seine Absichten auch einordnen. Möglich, dass wir die Fähigkeit der Differenzierung verlernt haben, immer wieder wachzuhalten und die Sinne zu schärfen. Das neurechte Wörterbuch soll dabei helfen, die Sinne und das Bewusstsein wieder zu schärfen, genau hinzuhören.
Die vielen "(M)Ausrutscher" und "Einzelmeinungen" von AfD-Politikern quer durch das Land, diese vielen Mosaiksteinchen ergeben zusammengesetzt das hässliche Bild des Rechtspopulistischen und Rechtsextremen. Am Ende soll nicht eine Alternative FÜR Deutschland, sondern eine Alternative VON einem anderen Deutschland stehen.
Ihr könnt uns dabei unterstützen: Schickt uns aus Euren Städten und Gemeinden Beispiele und Belege, von Twitter- oder Facebookseiten, aus denen hervorgeht, welcher AfD-Politiker sich nationalsozialistischer Begrifflichkeiten bedient.
Beispiele sind, wie im aktuellen Fall:
- Endkampf (Endsieg)
- der Gemütszustand eines „total besiegten Volkes“
- Die Frage lautet heute nicht Hammer oder Amboss, sondern Schaf oder Wolf
- entstellte Kunst (entartete Kunst)
- den Begriff „völkisch“ wieder positiv besetzen
- Stolz sein auf die Leistungen der Soldaten beider Weltkriege
- Umvolkung
- Altparteienkartell (Systemparteien)
- SA-Parolen, die nicht ohne Grund verboten sind
usw.
Wir wollen mit dieser Sammlung zeigen, dass es sich keineswegs um „unglücklich formulierte Einzelmeinungen“ handelt. Wenn Björn Höcke als die „Seele der AfD“ gilt, dann ist die zugrundeliegende Ideologie der Ungleichheit und Unwertigkeit ihr Lebenselexier.

Umvolkung:
Der Begriff "Umvolkung" wird oft in rechtsextremen und fremdenfeindlichen Kreisen verwendet. Er basiert auf der falschen Annahme, dass eine gezielte Bevölkerungsumverteilung oder -austausch stattfindet, bei dem die ursprüngliche Bevölkerung eines Landes oder einer Region durch eine andere Bevölkerungsgruppe ersetzt werden soll.+
Es ist wichtig zu beachten, dass der Begriff "Umvolkung" keine wissenschaftliche Grundlage hat und in der Regel als Verschwörungstheorie betrachtet wird. Es handelt sich um eine rassistische und fremdenfeindliche Ideologie, die auf Vorurteilen und Hass gegenüber bestimmten ethnischen oder religiösen Gruppen basiert.
Die Verwendung des Begriffs "Umvolkung" zielt oft darauf ab, Ängste und Ressentiments zu schüren und die Ablehnung von Einwanderung oder kultureller Vielfalt zu fördern. Es ist wichtig, solche Begriffe kritisch zu betrachten und sich auf verlässliche Informationen und Fakten zu stützen, wenn es um Fragen der Bevölkerungszusammensetzung und Integration geht.

Pass-Deutsche:
Der Begriff wird verwendet, um Menschen abzuwerten oder zu diskriminieren, die nicht ethnisch deutsch sind, aber die deutsche Staatsbürgerschaft erworben haben. Es kann eine implizite Wertung beinhalten, dass diese Menschen weniger deutsch sind oder nicht vollständig in die deutsche Gesellschaft integriert sind, nur weil sie nicht ethnisch deutsch sind. Dies kann rassistische Vorurteile oder Diskriminierung gegenüber bestimmten ethnischen Gruppen verstärken.
Es ist wichtig zu betonen, dass die deutsche Staatsbürgerschaft unabhängig von ethnischer Zugehörigkeit oder Abstammung vergeben wird. Das deutsche Staatsangehörigkeitsrecht basiert auf rechtlichen Kriterien, wie z.B. dem Geburtsrecht oder dem Abstammungsrecht, und nicht auf ethnischer Zugehörigkeit. Jeder Mensch, der die rechtlichen Voraussetzungen erfüllt, kann die deutsche Staatsbürgerschaft erwerben.
Die NPD hat in der Vergangenheit den Begriff "Pass-Deutsche" verwendet, um Menschen abzuwerten, die nicht ethnisch deutsch sind, aber die deutsche Staatsbürgerschaft erworben haben. Dabei versucht die NPD, das Konzept der deutschen Identität auf eine ethnische Zugehörigkeit zu reduzieren und Diskriminierung gegenüber Nicht-Deutschen zu fördern.

Siehe Pass-Deutsche

Björn Höcke, hat seit 2013 immer wieder die Sprache und das Gedankengut des Nationalsozialismus in seinen Reden genutzt. Es handelt sich dabei um eine Verherrlichung und Instrumentalisierung eines dunklen Kapitels der deutschen Geschichte.
Nicht nur nutzt Höcke den Nationalsozialismus in seiner Sprache, sondern auch in seinem Denken, um Menschen zu beeinflussen. Durch die bewusste Verwendung nationalsozialistischer Ideologien hat er Ängste und Vorurteile geschürt, indem er versuchte, Menschen für rechtsextreme Ansichten zu gewinnen. Diese Taktik stellt nicht nur eine Gefahr dar, sondern ist auch ein direkter Angriff auf die Werte der Demokratie und der Menschenrechte.
Ein Beispiel für Höckes Verwendung nationalsozialistischer Bezüge war seine Dresdener Rede im Jahr 2017. Diese Rede war als sogenannte Sammlungsrede konzipiert, bei der er verschiedene Elemente der nationalkonservativen Bewegung ansprach. Allerdings hielt Höcke in dieser Rede auch einen Schandmal-Vergleich, der stark kritisiert wurde.
"Warum habt ihr nicht alles unternommen, um die AfD und Höcke zu verhindern"?
Ein weiteres besorgniserregendes Beispiel war Höckes Kyffhäuserrede, die unter anderem Zitate von Joseph Goebbels' "Wolf-Schaf-Vergleich" und Reden von Adolf Hitler aus den Jahren 1926 und 1927 enthielt.
Diese Themen zeigen deutlich, dass Björn Höcke immer wieder auf nationalsozialistische Bezüge zurückgreift, sei es durch Sprache und Denkmuster oder durch konkrete Zitate.
Es kann nur heißen, Kampf dem Nationalsozialismus der AfD, Kampf dem Nationalsozialismus eines Björn Höcke. Für die Demokratie, für die Freiheit, für die Gleichheit. Kampf um die Köpfe, Kampf den Lügen und der perfiden Taktik eines geistigen Nachfolgers von Goebbels und Hitlers.
Es geht um alles, es geht um die Freiheit, es geht wieder einmal wie in Weimar um die Demokratie! Es kann nur heißen "Keinen Fußbreit, keinen Millimeter den Enkeln und Urenkeln von Hitler!"
Nicht noch einmal sollten Deutsche sich fragen lassen "Warum habt ihr nicht alles unternommen, um die NSDAP und Hitler zu verhindern?" oder vielleicht heute: "Warum habt ihr nicht alles unternommen, um die AfD und Höcke zu verhindern"?
Artikelbild: Sebastian Kahnert/dpa; Everett Collection













