Studie, die Wirksamkeit von Homöopathie widerlegt, wird nur in kleinen Dosen verabreicht, um bessere Wirkung zu erzielen

Damit die Erkenntnisse der Metastudie, die die Wirksamkeit von Homöopathie widerlegt, bei allen Menschen ankommt, wurde getestet, ob es hilft, Anhängern die Studien in ganz geringen Dosen zu vermitteln. Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass die Studie so jedoch nicht häufiger geglaubt wird als in einer Placebostudie.

HomöopathieDa der gesamten Fachwelt nicht erst seit der australischen Metastudie bekannt ist, dass es keinen einzigen Beleg für die Wirksamkeit homöopathischer Behandlungsmethoden gibt und sie im besten Fall ein Placebo, im schlimmsten Fall lebensgefährlich ist, machten sich die Forscher des Magnus-Pharmus-Instituts Rom Gedanken, wie man die Homöopathiefans davor bewahren könnte, auf die Lügen der Homöopathie-Industrie hereinzufallen.

„Die 176 Studien zu 68 Krankheitsbildern unserer australischen KollegenInnen zeigten die Ergebnisse schon sehr deutlich, dennoch gibt es viele Menschen, die auf Homoöpathie schwören. Es ist traurig, wie einflussreich die Homölobby ist“, sagt Mario Bustarella, Leiter des MPI.

Also steckten Bustarella und sein Team zwei Gruppen von Homöopathie-Anhängern in getrennte Räume und verabreichten ihnen die australische Studie buchstabenweise. Der Clou: Eine Gruppe bekam nur eine Studie über den Placeboeffekt verabreicht, ohne es zu wissen. Am Ende war die Überzeugungsrate jedoch in beiden Gruppen gleich. Die Aussagen „Meine beste Freundin, die nie lügt, ihr erzählt hat, dass es bei ihrem Hund gewirkt hat!“ und „Bevor ich irgendso ein künstliches Zeug zu mir nehme, verlasse ich mich lieber auf die Natur. In Pillenform. Aus dem Onlineversand.“ fielen in etwa gleich häufig.

Nur ein Proband behauptete, dass homöopathisches Mittel wunderbar in Zusammenhang mit konventioneller Schulmedizin wirken würden, schließlich könnten sich die Wirkungsgrade von 0% und 80% wundervoll addieren. Man weiß leider nicht mehr, ob dieser aus der Kontrollgruppe stammte oder aus der anderen.

„Die Homöopathie ist eine 34 Milliarden Dollar schwere Industrie, die Menschen glauben lassen will, dass Zuckerkügelchen sie von Krebs und AIDS heilen. Mein Vater ist zu einem richtigen Arzt gegangen und hat den Krebs besiegt, das ist doch wohl Beweis genug!“, meint eine rein  zufällig ausgewählte Passantin zu dem Thema.

Bustarella ist ratlos. Wenn die Homöosophie nicht dabei helfen könne, die Menschen von der wissenschaftlichen Methode zu überzeugen, wisse er auch nicht weiter. Er wünsche sich, dass es so etwas wie ein alternatives Marketing gäbe, mit welcher man die Menschen besser verstehen lassen könne. Bis dahin bete er für die Menschen, die bei ernsten Krankheiten lediglich eine homöopathische Behandlung erfahren. Auf die Frage, wieso er denke, dass Beten helfen würde, meinte er nur, dass es bei seiner Großmutter auch stets gewirkt habe.


– Text: Ernst G. Meint

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