Nach Köln reagiert die Politik – Doch wo bleibt die Reaktion auf den Rechtsextremismus?

Plötzlich wird über mehr Polizeistellen diskutiert, neue Videoüberwachungen werden angekündigt, es werden schärfere Gesetze erlassen und überhaupt ist plötzlich alles möglich, was seit Jahren im Kampf gegen den rechten Mob angeblich absolut utopisch und nicht finanzierbar war.

Köln bei Nacht

Ich ziehe ernsthaft in Erwägung, die nächsten Wochen keine Nachrichten mehr anzuschalten. So geht es ja einfach nicht weiter, meine Beiträge wiederholen sich, weil jeder Sender auch nur noch eine enervierende Dauerschleife bringt, und ich werde wahrscheinlich demnächst als Lexikon-Beispielbild für „Einen Hals haben“ nominiert. Vielleicht sollte ich auch über einen Winterschlaf nachdenken, 3 Monate keine Kosten und keinen medialen Einheitsbrei mehr, das klingt wirklich verlockend.

Aber was ist das auch für eine heuchlerische Scheiße, die seit Beginn des Jahres quer über alle Fernsehanstalten tagtäglich aufgetischt wird? Seit Jahren brennen in Deutschland Asylbewerberheime im 24-Stunden-Takt, die braune Brut uriniert auf Kinder, zieht mit Bürgerwehren durch die Straßen, veranstaltet Menschenjagden, sticht Andersdenkende ab und rottet sich überall zusammen, um gegen Gott und die Welt zu hetzen. Das muss man angeblich alles so hinnehmen, weil die Ermittlungsmöglichkeiten fehlen, und die Regierung das zwar alles gar nicht toll findet, aber leider, leider keine Chance hat, Einzeltäter dingfest zu machen. Und wenn man einen dann doch mal erwischt, dann hagelt es Verständnis, und der Irre wird noch am selben Abend entlassen, weil man schließlich seine Ängste verstehen muss.

Aber was passiert jetzt als Reaktion auf die lokalen Unruhen in Köln? Plötzlich wird über mehr Polizeistellen diskutiert, Beamte aus dem Bundesland sollen hier gebunden werden und sich auf Einsätze in NRW konzentrieren, neue Videoüberwachungen werden angekündigt, es werden schärfere Gesetze erlassen und überhaupt ist plötzlich alles möglich, was seit Jahren im Kampf gegen den rechten Mob angeblich absolut utopisch und nicht finanzierbar war.

Und alles wegen „der Schande von Köln“. Gemeint sind die sexuellen Übergriffe aus der Silvesternacht, das muss man ja unbedingt dazu sagen, nicht dass das jemand mit „der Schande von München“, also dem Oktoberfest, „der Schande von Köln 2.0“ bzw. „die Traditionsschande von Köln“, also dem Karneval, oder „der Schande von Thailand“, also dem deutschen Sextourismus verwechselt. Bei den Gewirr aus Gelegenheiten, bei denen urdeutsche Männer Frauen aus aller Welt belästigen, da die sich aufreizend angezogen haben und es deshalb nicht anders wollten, oder irgendeine kranke Feiertagstradition für ein gewisses Zeitfenster sexuelle Belästigung offiziell zum Allgemeinsport erklärt, solange man nur ekelhaft und abgestumpft genug dafür ist, verliert man ja sonst sehr schnell die Übersicht.

Aber womöglich ändert sich das ja jetzt alles, die ersten Karnevalsumzüge wurden schon abgesagt. Aus Angst, dass sich nicht nur alte, notgeile Teutonen ihr Bützchen bei der anwesenden Frauenwelt in Reichweite abholen, sondern dabei auch noch Asylbewerber mitmachen. Allein der Gedanke … Wer hätte es vor einem Jahr noch für möglich gehalten, dass DIE Flüchtlinge dem Deutschen nicht nur Arbeitsplätze und Wohnungen klauen, sondern auch noch mit eigenen Fummelevents dem Ekelgermanen das Exklusivrecht auf Geschlechterdiskriminierung rauben? Unfassbar.

Da wird es wirklich Zeit für verschärfte Videoüberwachung und Dauerpolizeistreifen, dabei darf man nur nicht vergessen, den einheimischen Höhlenmenschen die Orte und Zeiten mitzuteilen. Denn es ist ja nicht Sinn der Sache, dass plötzlich alle sexuellen Übergriffe aufgeklärt werden und dabei herauskommt, dass Karnevalsprinzen, die noch nicht mal aus Nordafrika stammen, beim Thema die Spitzenplätze belegen. Oder noch schlimmer als unerwünschtes Panikabfallprodukt plötzlich die Verantwortlichen für Anschlagsserien gegen Wohnstätten überführt werden. Die deutsche Polizei hat schließlich auch noch etwas anders zu tun, als Verständnis auszusprechen und Täter einmal um den Block zu fahren, damit linke Zecken nicht behaupten können, dass die Kerle gar nicht erst festgenommen wurden. Boah, ich sollte echt auf reinen DVD-Konsum umsteigen, alles andere führt unweigerlich in den Nervenzusammenbruch.


– Text: Jens Grote

 

Weitere Texte aus der Kolumne “Die groteske Weltanschauung”:

Die Wahrheit über den Islamischen Staat

Wir fressen unseren Kindern die Zukunft weg

Das verkürzte Aufenthaltsrecht für Flüchtlinge ist kalt und pervers

So einfach bastelst du dir einen Hetzpost gegen Asylbewerber

Warum wir endlich etwas gegen die Ursachen der Flüchtlingskrise tun sollten

Nazi-Terror: „Das Pack“ findet man nicht nur auf der Straße

Aus der Kirche austreten? Aber klar doch!

0.00 avg. rating (0% score) - 0 votes