Die Wahrheit über den Islamischen Staat

Langsam ist es wohl doch an der Zeit, mal ein paar Fakten zum Islamischen Staat aufzuzählen. Es ist ja geradezu erschreckend, was manche Mitmenschen zum Thema momentan in die sozialen Medien erbrechen. Hier eine übersichtliche Aufstellung von einigen Tatsachen.Islamistischer Terrorist

1. Der Islamische Staat gilt mittlerweile als reichste Terrororganisation der Welt. Im Irak kontrolliert er 7 Ölfelder und 2 Raffinerien, in Syrien kann er ebenfalls auf 6 der 10 Ölfelder zugreifen. Zusätzlich besteuert er dichtbesiedelte Gebiete, die er unter der Knute hat, und nimmt Geld durch Erpressungen und Lösegeldforderungen ein. Experten schätzen allein das Einkommen aus den Ölverkäufen auf 2 Millionen Dollar pro Tag.

Zusammengefasst sind das mittlerweile lauter geistig abgedrehte Dagobert Ducks mit Bärten. Die haben es überhaupt nicht nötig, die eigenen Soldaten auf Flüchtlingsbooten ins Land zu schmuggeln oder sie auf eine jahrelange Wanderung zu schicken. Diese Leute werden ganz andere, bequemere Transportwege nutzen, und das sogar in der Ersten-Klasse inklusive 72 Stewardessen, die sich um sie kümmern. Ich gehe sogar soweit, dass sich nicht ein einziger IS-Terrorist unter den Flüchtlingen verirrt hat und verirren wird, im Gegenteil sind das die Leute, die vor dem IS-Terror flüchten. Dem Terror, der in Paris stattgefunden hat und der ihnen jetzt in die Schuhe geschoben werden soll. Absurder und zynischer geht es gar nicht mehr.

  

2. Der Islamische Staat rekrutiert nicht nach Glauben. Um sich ein Ticket für dieses Irrenhaus zu sichern, muss man skrupellos, eiskalt, menschenverachtend sein und am besten noch davon träumen, endlich seinen Gewaltfetisch ausleben zu können. Nach diesen Eigenschaften wird da in erster Linie gecastet, sollte bei einem Kandidaten der Glaube nicht stimmen, wird der einfach angepasst.

Auf jeder durchschnittlichen PEGIDA-Demo laufen mehr Leute herum, die in dieses Beuteschema fallen, als beim größten Flüchtlingsstrom der Welt. Einfach weil die Mehrheit der braunen Fußsoldaten gewaltbereit ist, über Leichen geht, nach Blut und Konsequenzen geifert, eine Lynchjustiz fordert, und endlich jemanden für ihr verkorkstes Leben bezahlen lassen will. Die Flüchtlinge wollen einfach nur in Frieden leben und endlich ihre Kinder in einem Land ohne Krieg großziehen. Da gibt es kein Potential für Rattenfänger, ganz im Gegensatz zum Pool der besorgten Bürger, der immer mehr die Zähne fletscht und seinen Hass täglich öffentlicher und bedrohlicher auslebt.

Dabei muss mir auch niemand erzählen, dass PEGIDA und der IS auf verschiedenen Seiten stehen. Wer dumm genug ist, an alberne Verschwörungstheorien ala DHL-Waffencontainer an Flüchtlingsheime oder 4.000 Euro Begrüßungsgeld zu glauben, dem kann man auch mit einer halben Stunde Überredungszeit die Karriere als Dschihadist schmackhaft machen. Im Zweifelsfall lockt man einfach damit, dass man bei der eigenen Sprengung auch ganz viele Ausländer erwischen wird, und so mancher besorgte Bürger wechselt ruckzuck sein Nazi-Mantra auf „Ich bin kein Terrorist, aber …“

  

3. Man hält den Terror nicht auf, indem man die Menschen zurück in die Arme des IS treibt. Was muss man eigentlich für Drogen intus haben, um überhaupt auf so einen Gedanken zu kommen? In dem Moment, indem wir Europa zur Festung machen, niemand mehr hineinlassen und den Menschen zu verstehen geben, dass sie sich bitteschön wieder in ihr Elend zurückbegeben sollen, da wir unsere Turnhallen wieder für Freizeitsport benutzen wollen, spielen wir dem IS absolut in die Karten.

Denn diese Organisation lebt nicht nur von den weiter oben beschriebenen Rambos, sondern auch von verzweifelten Menschen, die alles im Leben verloren haben und keine Alternative mehr besitzen. Solche Leute können Hassprediger auf ihre Seite locken, solche Menschen kann man auch zu Sprengstoffattentaten verleiten, wenn sie dadurch die Zukunft ihrer Familie gesichert sehen. Den Terror bekämpfen wir nur effektiv, indem wir Menschen, übrigens auch im Inland, Chancen einräumen, sie nicht abweisen und ihnen zeigen, dass es auch andere Möglichkeiten gibt.

Wenn in meiner Heimat Krieg herrschen würde, mich aber andere Staaten nicht aufnehmen würden, dann blieben mir auch nicht mehr viele Möglichkeiten. Da würde es dann halt sterben oder selbst zur Waffe greifen heißen. Wem kann man daraus ernsthaft einen Vorwurf machen, wenn man ihm zum Sterben wegschickt, er aber daraufhin nach letzten, radikaleren Strohhalmen greift? Dass die Leute so etwas einsehen, total vernünftig Kanonenfutter spielen und sich mit einem „Tja, Pech gehabt“ per Mine ins Jenseits begeben, darauf können auch echt nur Maden im Speck kommen, denen es viel zu gut geht.


– Text: Jens Grote

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