Wir haben einen Clickbait-Artikel veröffentlicht. Was dann geschah, wirst du nicht glauben! OMG!!

Tage zuvor veröffentlichten wir einen Artikel mit dem Titel „Selbstversuch: Veganerin isst eine Woche lang Fleisch!“ – Was dann passierte, hätte keiner von uns erwartet. Besonders nicht, dass weibliche Brüste etwas damit zu tun haben würden!

Brüste

Omg!!1

Nichtsahnend veröffentlichten wir hier auf Volksverpetzer einen Satire-Artikel und posteten ihn auf unserer Facebookseite – Dann geschah etwas sehr Vorhersehbares: Wir wurden so richtig durchgeklickt.

Heftig!

  

Hundertausende Menschen klicken reißerische Schlagzeile an – Dann kamen Brüste ins Spiel

  

Doch unsere Redaktion wollte mehr. Unser Chefredakteur, Thomas Laschyk sagte dazu: „Vielleicht sollten wir mit ausgiebigen Recherchen und komplizierten Themen aufhören und einfach irgendeinen Schwachsinn posten. Nur eben mit reißerischer Schlagzeile und Brüsten im Thumbnail. Einfach den Qualitätsanspruch über Bord werfen und sich nur an Klicks aufgeilen. So wie der Focus!“

„Wenn wir aufhören, gesellschaftliche Missstände zu kritisieren oder Kritik an der Arbeit der Regierung zu äußern, laufen wir auch nicht Gefahr, dass vom Generalbundesanwalt wegen Landesverrat gegen uns ermittelt wird, wie bei Netzpolitik.org„, meint ein anderes Mitglied unserer Redaktion, das lieber unerkannt bleiben möchte. „Guter Journalismus wird sowieso überbewertet, dafür muss man heutzutage ins Exil nach Russland. Und Klicks gibt’s auch keine, weil es niemanden interessiert!“

Deshalb wird es in Zukunft keine Analyse der desaströsen Lage des Pflegepersonals mehr geben, keine kritischen Kommentare zur Griechenlandkrise oder Widerlegungen von rassistischen Mythen wie der Islamisierung – Nur noch eins: Wow! Heftig! Brüste! Viel Spaß dabei.


– Text: Thomas Laschyk

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