Der Körper der Frau

Frau

Uns wird vorgegaukelt in einer supertoleranten Gesellschaft zu Leben. Tun wir das wirklich? Ich habe nicht das Gefühl. Wir Frauen sollen unsere Körper lieben. Aber bitte nur, wenn diese auch perfekt sind. Keiner will nichtperfekte Körper sehen. Keiner will überquellendes Bauchfett, hängende Brüste, kleine Brüste, Cellulite, Haare oder Dehnungsstreifen sehen. Wir werden ständig unter Druck gesetzt. Von den Medien sowieso, man denke an die ganzen Artikel über Diäten und Methoden effektiv abzunehmen oder die unterschiedlichsten Behandlungen für makellose Haut. Aber auch von der Gesellschaft. Man muss sich nicht einmal in sozialen Netzwerken herumtreiben um mitzubekommen, wie die Leute auf Frauen jenseits der 36 in Hotpants oder ähnlichem reagieren. Selbst schlanke Frauen quetschen sich in Shapingwear, um selbst den kleinsten Bauchansatz wegzukaschieren. In gängigen Kleidungsgeschäften findet man kaum ungefütterte BHs. Nur ein voller Busen und ein flacher Bauch sind schön. Nur diese Frauen haben das Recht sich wohl in ihrer Haut zu fühlen. Aber auch nur, wenn ebendiese glattrasiert, dellen- und streifenlos ist.

Aber soll ich euch was sagen? Diese Anforderungen sind reine Blasphemie!
80-90% der über 20jährigen Frauen haben Orangenhaut. Figurunabhängig. Cellulite ist etwas vollkommen Natürliches. Es gehört einfach zu uns. Auch wenn uns Hochglanzzeitschriften was anderes erzählen wollen.

Warum sollen wir uns für unsere Körper schämen? Weil ein natürlicher Körper nicht „geil“ ist? Weil wir nicht in die „Norm“ passen? Weil wir nicht perfekt sind? Doch sind wir. Jede von uns. Mit all unseren „Macken“, denn genau das macht unsere Perfektion aus. Denn den ultimativ perfekten Körper gibt es nicht!


– Text: Pipi Riot

Mehr von Pipi Riot findest du auf ihrem Blog Zweimäderlhaus.

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