Every Chicken Dance Now!

Am Samstag, den 31.05.2014 wurde von der Tierrechtsinitiative Augsburg ein Flashmob auf dem Augsburger Rathausplatz gestartet. Ziel war es, die Menschen auf die Missstände in der Massenproduktion von Eiern aufmerksam zu machen.

IMG_9971Zu Beginn ist es ganz ruhig auf dem Rathausplatz. Die Sitzplätze an den Cafés sind gut besetzt, auf dem Pflaster räkeln sich viele junge Leute und einige Touristen ziehen vorüber. Zwischen den nichtsahnenden Menschen, die sich am sonnigen Wetter erfreuen sitzen aber bereits einige Mitglieder der Tierrechtsinitiative Augsburg. Am Rande des Platzes steht ein Lautsprecher bereit. Ein Lachen geht zunächst durch die Reihen der Anwesenden, als plötzlich ein Mann zwischen den Leuten aufspringt und laut schreit: „Ich lebe! Und ich will tanzen!“
Ein paar Sekunden später erschallt das bekannte Lied „Everybody dance now!“ und der Mann beginnt wild zu tanzen. Viele starren ihn entgeistert oder belustigt an. Er springt durch die Reihen der Menschen und ermuntert die dort Sitzenden auch zu tanzen. Diese entschließen sich, mit zu tanzen, auch Leute, die nicht zur Tierrechtsinitiative gehören. Insgesamt tanzen über 30 Leute auf dem Rathausplatz bis plötzlich die Musik verstummt und der Initiator erneut seine Stimme erhebt: „Ich bin tot! Ich kann nicht mehr tanzen!“
Reihenweise fallen die Tänzer zu Boden und bleiben reglos liegen.

 

Ein Gemetzel für die Eierproduktion

 

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Im Anschluss hielt der Haupttänzer eine Rede, um den Hintergrund der Aktion zu erklären. Man möchte mit der Aktion darauf aufmerksam machen, dass jedes Jahr bis zu 50 Millionen Küken bereits am Tag Ihrer Geburt getötet werden. Männliche Küken sind für die Eierproduktion nutzlos, weshalb diese sofort geschreddert werden. Abgesehen von den weiteren Missständen in der Massentierhaltung ist es ein besonderes Gräuel, diese Lebewesen bereits am Tag Ihrer Geburt Ihres Rechts auf Leben zu berauben.

Mitglieder der Tierrechtsinitiative hoffen, dass durch Aktionen wie diese mehr Menschen erreicht werden können. Deshalb sollen in Zukunft weitere Flashmobs organisiert werden.

 

– Text und Bilder: Claus-Theodor Riegg

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