Wen wählen wir? – ÖDP

Weiter geht’s in unserer kleinen Serie zur Kommunalwahl 2014!

 

Was ist „Wen wählen wir?“

 

In wenigen Wochen schon findet die Kommunalwahl statt und man hat einige Parteien zur Auswahl – So viele wie noch nie. Da Pluralismus das Rückrat einer funktionierenden Demokratie ist und auch neue Ideen Gehör finden sollen, werde ich nacheinander die Parteien vorstellen, die medial nicht im Zentrum der Öffentlichkeit stehen. Ich will euch die Alternativen zur „Mainstream“-Politik zeigen und was diese zu bieten hat.

 

Logo ÖDP

 

Nachdem ich euch das letzte Mal von den Linken erzählt habe, kommen wir nun zu einer viel älteren Partei, die es bereits seit 1982 gibt: Die ÖDP. 32 Jahre alt? Das hört sich schon fast konservativ an, könnte man meinen. Aber schauen wir sie uns mal an:

 

Moderne Programmpunkte seit 1982

 

Mir hat Klaus Mrasek, Landesvorsitzender der ÖDP, einige Fragen zu seiner Partei beantwortet und sie mir etwas näher vorgestellt. Die ÖDP findet klare Antworten auf die Frage: Was ist die ÖDP eigentlich? Auf ihrer Website beschreiben sie sich in 10 Punkten: Als wachstumskritisch, kinderfreundlich, familienfördernd, für mehr direkte Demokratie, für eine ökosoziale Marktwirtschaft, als Naturschutzpartei, als Tierschutzpartei, als Anti-Schuldenpartei, als Energievernünftige und als Europarealisten. Die ÖDP ist somit für Nachhaltigkeit, einen sorgsamen und rücksichtsvollen Umgang mit Ressourcen, Umwelt, Tier und Mensch und präsentiert sich somit breit gefächert und verantwortungsbewusst. Das bedeutet auch keine Konzern- und Lobbyspenden und somit bestmögliche Unabhängigkeit. Das sind die zentralen Aspekte der ÖDP, die ihrer Linie und dringend notwendiger Politik ohne Einmischung von Einzelinteressen aus der Wirtschaft treu bleiben. Herr Mrasek ergänzt dazu gerne: „Im Gegensatz zur CSU haben wir uns noch im keinem zentralen Programmpunkt korrigieren müssen, z. B. beim Atomausstieg, bei der grünen Gentechnik.“ Auch Integration ist in der ÖDP „gelebte Praxis“: Einige Kandidat*innen auf der Stadtratliste, unter ihnen auf Listenplatz 2 das Vorstandsmitglied Ahmet Aydin, haben einen Migrationshintergrund.

 

Die Vorhaben

 

Was die ÖDP vor hat, wenn sie wieder in den Stadtrat zurückkehrt, am liebsten in Fraktionsstärke, hat mir Herr Mrasek zusammen mit OB-Kandidat Christian Pettinger aufgelistet. Die jetztige Regierung habe „außer mit einer Semmeltaste an den Parkscheinautomaten der Innenstadt nur wenige Ideen selbst entwickelt“. Das meiste hatte die Vorgängerregierung (mit Beteiligung der ÖDP) initiiert, und die Nachfolgeregierung nur umgesetzt – Und dabei „auch noch Fehler gemacht“. Deshalb sollte man denjenigen wieder das Vertrauen schenken, die etwas in der Stadt bewegen wollen, und nicht nur konzeptlos verwalten. Die ÖDP will Veränderungen vollbringen, von denen künftige Generationen profitieren, und nicht vergangene. Das heißt keine Neuverschuldung, eine echte Energiewende mit Windrädern in Augsburg und Speicherung von Strom aus erneuerbaren Energien durch Umwandlung in Stadtgas. Und auch eine Umsetzung der Radwegtrasse durch die Grottenau soll endlich vollzogen werden. Des Weiteren unterstreicht auch Herr Mrasek die Vorbildfunktion des Auftraggebers Stadt: Zum Beispiel beim Ankauf „ethisch vertretbar erzeugter tierischer Lebensmittel für städtische Einrichtungen.“

 

Fazit

 

Die ÖDP ist umweltbewusst, tierfreundlich, tolerant und setzt sich für nachhaltiges Wirtschaften ein und sollte in der engeren Auswahl der zu wählenden Parteien sicherlich nicht fehlen. Wer dieser Partei sein Vetrauen und einige seiner Stimmen schenken würde, würde eine solide Alternative zu den großen Parteien wählen.

 

 

– Text: Thomas Laschyk, Titelbild: Alina Brost

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Link zu ihrer Website: http://www.oedp-bayern.de/startseite/

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